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Fotos (2): BVA – mit freundlicher Genehmigung  von Prof. Dr. H. Busse, Münster
Augenhintergrund bei feuchter AMD mit Flüssigkeitsansammlung (Pfeil).

Fortgeschrittene feuchte AMD: Einblutungen und Drusen.

Die kostenlose AMD-Broschüre kann bei der Gratis-Hotline 0800 501 021 bestellt werden.

 
Augenheilkunde 23. Februar 2010

Sehen ist gut – Vorsorgen ist besser

Aufklärungskampagne der Hilfsgemeinschaft über die altersbedingte Makuladegeneration.

Sehbehinderungen und Blindheit vorzubeugen, haben sich nicht nur Österreichs Ophthalmologen zur zentralen Aufgabe gemacht, sondern auch die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs. In Kooperation mit dem Seniorenrat und der Ärztekammer hat sie nun eine Informationsbroschüre über die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) herausgegeben.

Die im Alter zunehmend häufig auftretende Degeneration der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut kann zu schwerem Sehverlust bis hin zur Erblindung führen. Diese Augenerkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen ganz massiv. Bei frühzeitiger Diagnose und mit modernen Therapien kann das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) jedoch vermieden werden.

Aufgrund der ständig steigenden Lebenserwartung leiden immer mehr Menschen an gefährlichen Augenerkrankungen, wie der AMD. Sie kann bereits ab dem 50. Lebensjahr auftreten. In Österreich sind rund 200.000 Menschen davon betroffen, jährlich kommen 3.000 bis 4.000 Neuerkrankungen dazu. AMD kann zwar einfach diagnostiziert, aber nur im Frühstadium wirksam behandelt werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sind daher besonders wichtig.

Auf AMD aufmerksam machen

Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut, der für das Scharfsehen verantwortlich ist. Wird sie beschädigt, können starke und ausgedehnte Sehbeeinträchtigungen auftreten. Moderne Therapien wie beispielsweise Injektionen von Ranibizumab und Bevacizumab in den Augapfel bei der feuchten AMD ermöglichen in vielen Fällen eine Verbesserung der Sehschärfe – vorausgesetzt, die Erkrankung wird rechtzeitig entdeckt. Einen Beitrag dazu leistet die neue AMD-Broschüre der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs: Sie enthält Informationen über die verschiedenen Formen und Behandlungsmöglichkeiten, über Risikofaktoren sowie das Amlser-Netz, ein einfach durchzuführender Sehtest zur Früherkennung von AMD.

Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs: „Wir bieten nicht nur bereits erblindeten und sehbehinderten Menschen Unterstützung an, sondern setzen uns seit Jahren für eine verstärkte Augenvorsorge ein, um so die Anzahl der Neuerblindungen nachhaltig zu reduzieren.“

 

Die AMD-Broschüre kann kostenlos unter der Gratis-Hotline 0800 501 021 sowohl in gedruckter Form als auch als CD zum Anhören bestellt werden. Ebenfalls angefordert werden können Informationen über die nächstgelegenen Zentren zur Behandlung von Gefäß- und Netzhauterkrankungen in Österreich.

 

www.hilfsgemeinschaft.at

Der Amstler Test

        
- PDF ausdrucken      
- Lesebrille (falls vorhanden) aufsetzen       
- Das Testblatt in einem Abstand von 30 bis 40 cm zu den Augen halten        
- Ein Auge zuhalten und auf den Punkt in der Mitte schauen·        
- Auf Veränderungen wie verschwommene oder wellenförmige Linien achten        
- Test auch mit anderem Auge durchführen·        
- Falls Veränderungen auftreten (oder Lücken im Gittermuster auftreten) umgehend den Augenarzt aufsuchen

Hilfsgemeinschaft/IS, Ärzte Woche 08 /2010

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