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Augenheilkunde 1. Dezember 2009

Submakuläre Blutung bei AMD

HINTERGRUND: Submakuläre Blutungen stellen eine Komplikation choroidaler Neovaskularisationen bei altersbezogener Makuladegeneration (AMD) dar. Wir untersuchten den therapeutischen Effekt, einer kombinierten subretinalen Injektion von rekombinantem Gewebsplasminogenaktivator (rt-PA) und Gas, bezogen auf den Visusverlauf des Patienten bei subretinaler Blutung im Rahmen einer AMD.

STUDIENDESIGN: Konsekutive, nichtrandomisierte Interventionsstudie. PATIENTEN: In die Studie wurden 28 Augen von 28 Patienten mit akuter submakulärer Blutung, in Folge einer altersbedingten Makuladegeneration, eingeschlossen.

METHODEN: Die Therapie bestand aus einer Pars plana Vitrektomie mit anschließender subretinaler Injektion von rt-PA (10–30 µg), gefolgt von einer Netzhauttamponade mit Perfluorpropan. ERGEBNISSE: Bei 17 von 28 Augen (61%) konnte eine maximale Verbesserung der zentralen Sehschärfe von zwei oder mehr Visusstufen erreicht werden (p < 0,01). Von diesen erreichten 11 Augen (39%) einen besten Visus von 0,1 und größer. Am Ende der Nachbeobachtungszeit lag der Anteil, der Patienten mit einer Visussteigerung von zwei oder mehr Stufen, bei 39% (11 Patienten). Die Nachbeobachtungszeit lag zwischen 6 und 35 Monaten (Mittel: 14,5 Monate). Es wurden keine intraoperativen Komplikationen festgestellt.

SCHLUSSFOLGERUNG: Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich durch die subretinale Injektion von rt-PA und Gastamponade ein positiver therapeutischer Effekt, im Sinne einer Visusverbesserung bzw. Visusstabilisierung erzielen lässt. Den ausschlaggebenden Faktor für den weiteren Visusverlauf stellt jedoch die zugrunde liegende AMD dar.

M. Simonazzi, E. Schmid, B. Kremser, G. Kieselbach, M. Kralinger, Spektrum der Augenheilkunde 6/2009

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