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Augenheilkunde 1. November 2009

Die Integration von ICO bzw. EBO Richtlinien in ein Curriculum in Ophthalmo – Onkologie in Österreich

HINTERGRUND: Nachdem die Prüfung zum Facharzt für Augenheilkunde seit 2004 erfolgreich in Österreich durchgeführt wird, gilt es nun einen Lernzielkatalog zu schaffen, in dem internationale Richtlinien (z.B. die ICO-Richtlinien) in ein österreichisches Curriculum integriert werden. In dieser Arbeit wird versucht, eine Verbindung von einem österreichischen Curriculum auf dem Gebiet der Ophthalmo-Onkologie zu einem internationalen herzustellen.

MATERIAL UND METHODIK: Aufbauend auf einem österreichischen Curriculum, das im 4. und 5. Jahr nach einer 3-jährigen Basisausbildung angeschlossen wird, sollen Richtlinien des International Council of Ophthalmology (ICO), die im Internet bzw. in den Fachzeitschriften publiziert wurden, in ein österreichisches Curriculum eingebaut werden. Die Richtlinien wurden 2004 nach einem Konsensus der ICO beim Weltaugenkongress in Sydney im Internet bzw. 2006 als 4 Supplements in den Klinischen Monatsblätter vom Herausgeber Ehepaar G.u.G. Lang, publiziert.

ERGEBNISSE: Die ICO Richtlinien mit ihren 3 Stufen – Basis, Standard und Advanced – können in ein 2-jähriges Curriculum übernommen werden bzw. an einer Universitäts-Augenklinik wie in Graz umgesetzt werden. Sie stellen einen Basisstandard dar und erlauben, sich theoretische wie praktische Fertigkeiten anzueignen, die bei der Europäischen Facharztprüfung abgefragt werden. Die Kontrolle kann wiederum mittels eines Log Buches vorgenommen werden, in dem sowohl Ausbildner als auch Auszubildende die erfolgreiche Absolvierung der theoretischen wie praktischen Fähigkeiten bestätigen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Auch in Österreich kann ein strukturiertes Curriculum wie z.B. auf dem Gebiet der Ophthalmo-Onkologie angeboten werden, das den Erfordernissen des International Council of Ophthalmology (ICO) sowie den Kriterien des European Board of Ophthalmology (EBO) entspricht. Allerdings müssen die ICO- bzw. EBO-Richtlinien auf die spezifischen Verhältnisse von Österreich mit einer beschränkten Anzahl von Spezialabteilungen (-kliniken) angepasst werden.

G. Langmann, W. Wackernagel, C. Mayer, M. Schneider, J. Berglöff, A. Wedrich, Spektrum der Augenheilkunde 5/2009

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