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Augenheilkunde 1. November 2009

Die Therapie des Keratokonus mit Riboflavin und UV-A-Licht – biochemische Aspekte

Eine neue zusätzliche Therapiemöglichkeit des Keratokonus stellt die photooxidative Quervernetzung von Hornhautkollagen durch Riboflavin und UV-A-Licht dar. Weltweit unterliegt diese Methode zur Zeit der klinischen Überprüfung, wobei besonderes Augenmerk auf möglicherweise auftretende Spätkomplikationen gelegt wird. In dieser Studie bestätigen wir die Vernetzung der Kollagenmoleküle mit dem Nachweis, dass durch die Bestrahlung nach Riboflavin-Zusatz aus Lösungen von Hornhautkollagen stabile Gele entstehen. Jedoch wird das in der Hornhaut vorkommende Hyaluronatmolekül durch die Bestrahlung mit UV-A-Licht unter Riboflavinzusatz zu kleinen Fragmenten abgebaut, wie durch Viskosimetrie nachgewiesen wurde. Mittels Polyacrylamidgel-Elektrophorese kann gezeigt werden, dass auch Proteine der Tränenflüssigkeit durch diese Methode zerstört werden. Unsere Ergebnisse könnten die gelegentlich auftretenden Trübungen und die Blendungsempfindlichkeit der Patienten nach der photooxidativen Vernetzungstherapie des Keratokonus erklären.

O. Schmut, R. Kain, I. Peterz, D. F. Rabensteiner, C. Wachswender, A. Wedrich, Spektrum der Augenheilkunde 5/2009

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