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Augenheilkunde 1. August 2009

Aktuelle Fachnachrichten

Aktuelles aus der Forschung:

 

Giftiges Molekül hilft Vögeln bei Orientierung

Ein Forscherteam der Universität von Illinois hat festgestellt, dass ein giftiges Molekül, das Schäden an zellen anrichtet, eine wesentliche Rolle dabei spielt, Vögeln die Orientierung möglich zu machen. Chryptochrom ist ein Blaulicht-Rezeptor, der in Pflanzen, aber auch in Augen von Vögeln und anderen Tieren vorhanden ist. An dieser Studie hat auch der Physiker Prof. Dr. Klaus Schulten teilgenommen, der 2000 erstmals über die Rolle des Moleküls für die Orientierung bei Vögeln berichtet hat. ...

Freiburger Augenärzte starten Studie zur Abstoß8ng transplantierter Hornhäute

„Häufige erworbene Mutationen in einem neuen Krebsgen (GNAQ) bei malignen Melanomen des Auges und bei gutartigen blauen Nävi“ so die Übersetzung des englischen Originaltitels der Arbeit, die in Nature erschienen ist*. Als Koautor ist Privatdozent Dr. Jürgen Bauer von der Universitäts- Hautklinik an der Veröffentlichung beteiligt. Das Gen GNAQ kodiert ein Signalprotein, das in normalen Pigmentzellen des Auges und wahrscheinlich in einem Teil der Pigmentzellen der Haut ein wichtiges Verbindungsglied zwischen Wachstumsfaktorrezeptoren und intrazellulären Signalwegen herstellt und dadurch zum normalen Wachstum und der normalen Vermehrung der Zellen beiträgt. ...


Rotschmierkäse als Radikalfänger

Carotinoide verleihen nicht nur Karotten und Rotschmierkäse wie Münster, Limburger oder Romadur ihre sonnige Farbe, sie schützen auch vor oxidativem Stress. Ein Forscherteam um Hans-Dieter Martin und Wilhelm Stahl von der Universität Düsseldorf hat eines dieser Carotinoide im Labor nachgebaut und charakterisiert. Wie er in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, zeichnet es sich durch herausragende Antioxidations- und Lichtschutzeigenschaften aus. ...

Der Staubsauger des Botenstoffs Histamin: Vesikulärer Monoamintransporter erstmals in Stützzellen nachgewiesen

Histamin ist ein wichtiger Botenstoff der Nervenzellen. Unter anderem ist seine Konzentration beim Sehvorgang von Insekten direkt mit der Hell- und Dunkelwahrnehmung verbunden. Forscher vermuten seit langem, dass Histamin nach „Gebrauch“ recycelt wird. Einen Schritt auf diesem noch ungeklärten Weg haben Biochemiker der RUB nun mit internationalen Kollegen aufgedeckt: Sie wiesen bei der Fruchtfliege erstmals Transporterproteine in Stützzellen des Nervensystems nach, die Histamin wieder einsammeln. Der Fund war überraschend, denn solche Transporter waren bisher nur in Nervenzellen gefunden worden. ...

Erblicher Lidkrampf: Die Ursachen liegen noch im Dunkeln

Der erbliche Lidkrampf (Blepharospasmus) ist fast so häufig wie die Multiple Sklerose, und in schweren Fällen sind die Betroffenen funktionell blind, weil sie buchstäblich die Augen nicht mehr öffnen können. In einer von der Wilhelm-Sander-Stiftung geförderten großen Studie mit vierhundert Patienten versucht nun ein Forschungsteam um Prof. Dr. Christian Kubisch und Dr. Christian Netzer vom Institut für Humangenetik der Universitätsklinik Köln, den bislang unbekannten genetischen Ursachen der Erkrankung auf die Spur kommen. ...


DOG bescheinigt Zusatzqualifikationen in Teilgebieten der Augenheilkunde

Mit zwei neuen Zertifikaten bescheinigt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) Augenärzten künftig Zusatzqualifikationen: zum einen für die Ophthalmo- Pathologie und zum anderen für die plastischrekonstruktive und ästhetische Chirurgie in der Augenheilkunde. Mediziner, die zusätzlich zu ihrer Facharztausbildung in der Augenheilkunde weitere besondere Kenntnisse in diesen Bereichen erworben haben, können die jeweiligen Zertifikate bei der DOG beantragen. Die Fachgesellschaft setzt damit ihr Bestreben fort, die Subspezialitäten in der Augenheilkunde zu fördern. Insbesondere sollen auf diesem Weg aber auch die hohen Zusatzqualifikationen vieler Augenärzte honoriert und bekannt gemacht werden. ...

Makrele und Co. gegen AMD

Menschen mit AMD sollten zumindest zwei Mal in der Woche ölreiche Fische essen, um ihre Krankheit im Zaum zu halten. Laut einer Studie der Tufts University scheinen die Omega-3-Fettsäuren, die in Makrelen und Lachsen reichlich enthalten sind, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Das soll für frühe aber auch für späte Stadien von AMD gelten. Die Erkenntnisse des Teams basieren auf den Daten von fast 3.000 Personen, die an einem Test für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel teilgenommen haben. Details der Studie wurden im British Journal of Ophthalmology veröffentlicht. Allein in Großbritannien leiden laut BBC rund 500.000 Menschen an altersabhängiger Makuladegeneration. ...

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