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Augenheilkunde 1. Mai 2009

Die Kataraktoperation im Wandel der Zeit

Die Kataraktchirurgie hat eine lange Geschichte. Bereits etwa 800 bis 600 v. Chr. wurden in Indien Staroperationen durchgeführt, indem mit einer scharfen Lanze die Sklera eröffnet und die getrübte Linse mit einer Nadel in den Glaskörper luxiert wurde. Diese Methode des „Starstiches“, auch als „Depression“ oder „Reklination“ bezeichnet, wurde vom Altertum bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ohne wesentliche Veränderungen beibehalten. Die Pathogenese der Katarakt blieb bis ins 17. Jahrhundert ungeklärt. Erst eine 1705 veröffentlichte „Arbeit über den wahren Sitz der Katarakt“ konnte die damalige Fachwelt überzeugen, dass es sich dabei um eine Trübung der Augenlinse und nicht wie zuvor angenommen um ein Häutchen über der Linse handelt. Damit wurde die Grundlage für eine gezielte chirurgische Behandlung geschaffen.

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