zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 28. Mai 2008

Projekt TOBI soll Folgen von ­Fettsucht bekämpfen

Prof. Dr. Thomas Stulnig, Spezialist für Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen an der Universitätsklinik für Innere Medizin III der Medizinischen Universität Wien/AKH Wien, wurde Anfang April 2008 im Rahmen einer Veranstaltung der Forschungsförderungsgesellschaft als einer der „Austrian Champions in European Research“ geehrt. Stulnig koordiniert das im 7. Rahmenprogramm der EU bewilligte europäische Partner-Projekt TOBI (Targeting OBesity-driven Inflammation), das von zehn Partnern aus fünf europäischen Ländern getragen wird. Ziel von TOBI ist es, Mechanismen, die Entzündungsreaktionen im Fettgewebe fettleibiger Patienten auslösen, zu analysieren. TOBI will neue medikamentöse Strategien entwickeln, um die ungünstigen Wirkungen von Adipokinen, das sind Botenstoffe, die im Fettgewege produziert werden, hinsichtlich Insulinwirkung und Gefäßfunktion zu reduzieren oder zu verhindern. Besonderes Augenmerk wird auf fettähnliche Adipokine, Signalwege der Zellaktivierung und die Identifikation möglicher Angriffsmoleküle für die Arzneimitteltherapie gelegt. Das Projekt begann offiziell mit 1.1.2008 und läuft über 36 Monate mit einer zugesagten maximalen Förderung durch die EU von 2,98 Millionen Euro. TOBI ist ein Kollaborationsprojekt unter dem Fördervertrag HEALTH-F2-2007-201608 des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. Die Medizinische Universität Wien ist verantwortlich für die Koordination des Projekts.

Medizinische Universität Wien

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben