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Allgemeinmedizin 19. März 2008

Bessere Lebensqualität mit Palonosetron

Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen (CINV) zählt nach wie vor zu den häufigsten und subjektiv unangenehmsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Dass es Patienten ohne Erbrechen und ohne der Notwendigkeit einer Rescue Medikation (definiert als Complete Response) besser geht, steht außer Frage. Ob nun die Wahl des Antiemetikums Einfluss auf die Lebensqualität hat, wurde in Studien erhoben. Die Beeinträchtigungen von CINV auf die Alltagsaktivitäten wurden mittels Functional Living Index-Emesis (FLIE) gemessen. Der FLIE-Fragebogen ist ein speziell für die Beurteilung von Übelkeit und Erbrechen entwickeltes Befragungsinstrument, wo die Patienten selbst den Einfluss von CINV auf das tägliche Leben mittels 18 übelkeits- und erbrechensspezifischen Fragen auf einer VAS-Skala bewerten. Den Patienten, die eine moderat emetogene Chemotherapie und eine antiemetische Therapie mit einem 5HT3-Rezeptor-Antagonisten (Ondansetron, Dolasetron oder Palonosetron) erhielten, wurde der Fragebogen 24 und 96 Stunden nach der Chemotherapie zur Bewertung vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass signifikant mehr Patienten, die mit Palonosetron behandelt worden sind, über keine oder nur minimale Beeinträchtigung ihres täglichen Lebens aufgrund von CINV berichteten. Somit bestätigt sich, dass mit einer effektiven antiemetische Prävention die Patienten ihren Lebensalltag besser bewältigen können.

Literatur:
Decker et al., Measuring the Maintenance of Daily Life Acitvities Using the Functional Living Index-Emesis (FLIE) in Patients Receiving Moderately Emetogenic Chemotherapy, Supportive Oncology, 2006

Quelle und Rückfragehinweis:
CSC Pharmaceuticals Handels GmbH
Mag. Michaela Wenth
02262/606 – 223

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