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Allgemeinmedizin 28. März 2008

Maßnahmen für eine bessere Akzeptanz der Hormonspirale

Die Hormonspirale Mirena® ist seit mehr als zehn Jahren in Österreich am Markt und hat sich zu einer der beliebtesten Formen der Langzeitverhütung entwickelt, was auch eine aktuelle Befragung von Anwenderinnen in Österreich unterstreicht. Bei der Akzeptanz von Mirena® liegt Österreich allerdings nur im guten Mittelfeld. Anlässlich eines Expertenmeetings am 19. Jänner 2008 in Wien wurden Aspekte dieser Verhütungsform diskutiert, die eine schmerzfreie, sichere Handhabung garantieren. Die Wichtigkeit des ärztlichen Beratungsgespräches wurde dabei besonders hervorgehoben. Bayer Schering Pharma hat kürzlich eine europaweite Umfrage zu Mirena® in Auftrag gegeben, die in Österreich vom 3. September bis 31. Dezember 2007 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass 79 Prozent der österreichischen Anwenderinnen mit Mirena® „sehr zufrieden“ sind. Über 90 Prozent von ihnen würden die Hormonspirale weiterempfehlen. Der hohen Zufriedenheit der österreichischen Mirena®-Anwenderinnen steht allerdings eine geringe Akzeptanz der Hormonspirale in der Öffentlichkeit gegenüber. Gründe dafür sind Berichte über seltene Nebenwirkungen, die die Verhütungsmethode teilweise massiv mit angstbesetzten Inhalten in Verbindung bringen und bewirken, dass Frauen nur einseitig informiert werden und verunsichert sind.
Die Angst der Frauen vor Schmerzen ernst zu nehmen und anzusprechen, ist von vorrangiger Bedeutung im ärztlichen Beratungsgespräch. Das Einlegen der Spirale, besonders bei Nullipara, kann unangenehm sein und ist für viele potenzielle Anwenderinnen der Grund, sich gegen die Hormonspirale zu entscheiden. Um ein beschwerdefreies Einlegen zu garantieren, empfiehlt sich eine großzügige Indikationsstellung beim Zervix-Priming, das bereits 1994 von der WHO empfohlen wurde und im angloamerikanischen Raum seit langem breit etabliert ist. Überhaupt kann eine ausführliche Aufklärung über mögliche bzw. zu erwartende Nebenwirkungen wie beispielsweise Akne oder Schmierblutungen sowie in seltenen Fällen Libidoverlust deren Wertigkeit verändern und so von der Patientin wesentlich entschärft wahrgenommen werden. „Mirena® ist eines der angenehmsten und Patientinnen-freundlichsten Verhütungsmittel. Der Kritik, die in letzter Zeit laut geworden ist, kann man nur mit Gespräch und Aufklärung begegnen“, betont Dr. Bettina Pinnisch, Oberärztin im Goldenen Kreuz, Wien. Wie wichtig die Beratung durch die Gynäkologen ist, zeigt ein Detail der oben genannten Erhebung: Für 88 Prozent der Frauen, die mit Mirena® verhüten, war die Empfehlung ihrer Gynäkologen ausschlaggebend für die Umstellung auf diese Verhütungsmethode.
In der genannten Umfrage, an der insgesamt 10.000 Frauen aus 20 europäischen Ländern teilgenommen haben, wurde die bequeme Anwendung von den 591 österreichischen Nutzerinnen als häufigster Grund für den Gebrauch von Mirena® angegeben. Für eine Umstellung von einer anderen Verhütungsmethode auf Mirena® sind Verlässlichkeit, Komfort und gute Verträglichkeit maßgeblich. Als besonderen Vorteil der Verhütung mit Mirena® gegenüber anderen Kontrazeptiva nennen die Anwenderinnen die weniger schmerzhaften Blutungen, die außerdem leichter und kürzer sind. Prim. Dr. Hans Concin aus Bregenz meint dazu: „Mit der Einführung der oralen Kontrazeption wurde erstmals das Kontrazeptionsproblem gelöst. Der zweite Schritt sind die anderen Benefits, die sich auf die Lebensqualität im weitesten Sinne beziehen. Diese Dimension hat Mirena® in die Kontrazeption hineingebracht.“

Quelle und Rückfragehinweis:
Bayer Schering Pharma
Herbststraße 6-10
1160 Wien
01/71146 – 0

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