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Allgemeinmedizin 12. Juni 2008

Anstieg der erlaubten Pestizidmengen

Die bevorstehende EU-Harmonisierung der gesetzlichen Höchstwerte bedeutet für Österreich einen massiven Anstieg der zulässigen Pestizidmengen in Obst und Gemüse.

Eine Studie im Auftrag von Global 2000 verglich die mit September 2008 in Kraft tretenden Höchstwerte mit den derzeit in Österreich zulässigen Pestizidhöchstmengen. Bei 66 Prozent der Pestizidwirkstoffe wird die zulässige Menge hinaufgesetzt, und zwar vom 1,65-fachen bis zum 1.000-fachen der derzeit erlaubten Menge. So wurde etwa der Höchstwert von Propamocarb für Birnen auf das Hundertfache angehoben und liegt zukünftig bei 10 mg/kg. Schon 11 mg/kg können laut Berechnungsmodellen der EU-Gesundheitsbehörden für Kinder gesundheitsschädlich sein, warnt Global-2000-Biochemiker DI Dr. Helmut Burtscher in einer Aussendung und spricht von einer Verantwortungslosigkeit, solche Höchstwerte festzusetzen, da „praktisch kein Puffer mehr besteht“.
Zudem könnten sich die unterschiedlichen Pestizide auf Obst und Gemüse gegenseitig beeinflussen und potenzieren. Global 2000 befürchtet ein Gesundheitsrisiko für die Konsumenten.

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