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Allgemeinmedizin 13. November 2007

Scheidenpilz nach Antibiotikaeinnahme?

Milchsäurebakterien schützen vor Infektionen im Vaginalbereich. „Bauen Sie nach einer Behandlung mit Antibiotika Ihre Scheidenflora auf“, rät Dr. Johannes Seidel, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Winter, wenn Verkühlungen mit Antibiotika behandelt werden, besteht für viele Frauen ein Problem: die Pilzinfektion. Denn: „Durch das Antibiotikum werden alle Bakterien im Körper zerstört, die schlechten, aber auch die guten, die für den reibungslosen Ablauf unserer Körperfunktionen notwendig sind“, so Dr. Johannes Seidel, Gynäkologe im Wiener Institut Woman & Health. Wie zum Beispiel die Bakterien in der Scheide. Dort bilden Milchsäurebakterien eine Art Schutzbarriere, die das Eindringen von Keimen verhindert. Zudem sorgen sie für ein saures Milieu, damit sich Pilze – die natürlicherweise dort vorhanden sind – nicht vermehren können. Wird die Scheidenflora durch Antibiotika geschädigt, steigt der pH-Wert der Scheide an und Pilze können sich ungehindert vermehren. Die Folgen: Ausfluss, der unangenehm (fischartig) riecht, sowie Juckreiz und Brennen.
„Um die Scheidenflora sauer zu erhalten, ist es wichtig, die Scheide schon während der Antibiotikaeinnahme zusätzlich mit Milchsäurebakterien zu versorgen“, empfiehlt Seidel. „Der optimale Beginn ist in der Mitte der Antibiotikakur.“ Gynophilus(CE) Scheidenkapseln zum Beispiel enthalten diese speziellen Milchsäurebakterien – den Lactobacillus casei rhamnosus – in sehr hoher Anzahl. Dieser Lactobacillus ist besonders robust, vermehrt sich schnell, „besetzt“ die Scheidenwand und bekämpft viele verschiedene Krankheitserreger. „Zusätzlich zur Gabe von Scheidenkapseln ist es ratsam, den Intimbereich sanft zu reinigen und zu pflegen, auf keinen Fall mit alkoholhaltigen Lotionen“, so Seidel weiter. „Am besten mit sanften milchsäurehaltigen Präparaten.“

Weitere Informationen unter:
www.gesundescheide.at
Kostenlose Broschüren und Muster unter: 01/879 99 07, 0664/408 18 19

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