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Allgemeinmedizin 24. Oktober 2007

Ziprasidon schont den Körper

Das günstige metabolische Profil des Antipsychotikums reduziert die Komorbidität durch die Grund­erkrankung und die Medikation. Verträglichkeit und Wirksamkeit von Ziprasidon zeigen sich auch bei Umstellung nach erfolgloser Vorbehandlung mit anderen Medikamenten. Psychiatrische Erkrankungen gehen vielfach mit belastenden Komorbiditäten einher. Dies bestätigt erneut die UNITE-Studie1, die Prof. Dr. Peter Hofmann, Graz, auf einer Veranstaltung der Pfizer Pharma GmbH vorstellte2. In dem Online-Survey wurden 5.235 Patienten mit Schizophrenie oder bipolarer Störung sowie deren Betreuer zu Begleiterkrankungen und Nebenwirkungen seit Krankheitsbeginn befragt. Neben Schlafstörungen stand die Gewichtszunahme im Vordergrund. Das Bemerkenswerte daran: In jeder Gruppe machten rund zwei Drittel der Befragten die antipsychotische Medikation für die Gewichtszunahme verantwortlich, und die Gewichtszunahme wurde ihrerseits mit dem Auftreten oder einer Verschlechterung von Hypercholesterinämie, Hypertonie und Diabetes in Verbindung gebracht.
Hofmann bestätigte, dass Antipsychotika tatsächlich derartige Nebenwirkungen haben können. Bei Ziprasidon (Zeldox®) scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein. In einer Metaanalyse mit 943 Schizophrenie-Patienten gingen unter Ziprasidon (40 mg bis 200 mg pro Tag) die Blutfette, teilweise auch die Blutzuckerspiegel gegenüber den Ausgangswerten zurück3. Gewicht und BMI nahmen nur geringfügig zu. „In den Dosierungen von 40 mg bis 160 mg hat Ziprasidon nur einen geringen Einfluss auf das Gewicht und die beobachteten Effekte waren nicht dosisabhängig“, fasste Hofmann zusammen. „Patienten, die auf konventionelle oder atypische Antipsychotika der ersten Wahl nicht ausreichend ansprechen oder diese nicht vertragen, könnten erfolgreich auf Ziprasidon umgestellt werden.“

Quelle: Presseaussendung von Pfizer Austria GmbH.

Literatur:
1 McIntyre et al. Poster präsentiert am 11th Int. Congress on Schizophrenia Research, 28.3-1.4.2007, Colorado Springs.
2 Meet-the-Expert; 20. Kongress des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP), Wien, 13.10.2007.
3 Folks et al. Poster präsentiert am 160th Annual Meeting of the American Psychiatric Association, 19.-24.5.2007, San Diego.

Für weitere Informationen:
Pfizer Austria GmbH
Mag. Peter Wimmer

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