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Allgemeinmedizin 8. November 2007

Neue Therapie weckt neue Hoffnungen

Paliperidon ER (Invega®) von Janssen-Cilag ist ein neues atypisches Neuroleptikum zur Behandlung der Schizophrenie. Es ist seit Juli 2007 in der EU zugelassen und in einer steigenden Zahl von Ländern bereits verfügbar.
„Schizophrenie ist für die betroffenen Patienten eine verheerende chronische Erkrankung, die zudem enorme Kosten verursacht“, sagt Dr. Prakash Masand, Duke University Medical Center, North Carolina, USA. „Der CATIE-Studie zufolge brechen 74 Prozent der Patienten innerhalb von 18 Monaten ihre Therapie ab. Daher gibt es einen bislang unerfüllten Bedarf an effektiven und verträglichen Medikationen.“ Eine neue Option, in die viel Hoffnung gesetzt wird, ist Paliperidon ER (Invega®), das seit neun Monaten in den USA in klinischer Verwendung ist, berichtet Dr. Zafar Sharif, Columbia University College of Physicians and Surgeons, New York, USA. Die Gabe von oralem IR-Risperidon führt zu Plasmakonzentrationsspitzen, die sich in Nebenwirkungen wie extrapyramidalen Symptomen oder Sedierung äußern. „Die langsame Wirkstoffabgabe mit Invega® hingegen erzeugt einen konstanten Pegel, wodurch ein günstigeres Nebenwirkungsprofil und damit eine bessere Verträglichkeit zu erwarten sind“, so Sharif. Die empfohlene Startdosis ist 6 mg. „Die häufigsten Gründe, warum Patienten auf Invega® geswitcht werden, ist die mangelnde Wirksamkeit anderer Medikationen und deren Nebenwirkungen. Aus eigener Erfahrung kann ich davon berichten, dass die Patienten Invega® mögen, was man nicht oft bei einem Medikament zu hören bekommt“, so Dr. David Walling, Collaborative Neuroscience Network, Inc., Los Angeles, USA.
„Paliperidon ER ist eine bedeutende Zusatzoption für Patienten mit Schizophrenie“, meint Prim. Prof. Dr. Siegfried Kasper, Vorstand der Klinischen Abteilung für Allgemeine Psychiatrie an der MedUni Wien. „Ich bin von der signifikanten Funktionsverbesserung der Patienten, die anhand der PSP-Skala (Personal and Social Performance Scale) gemessen wurde, beeindruckt. Die Verbesserung der Funktion stellt bei der Behandlung von Schizophrenie einen entscheidenden Vorteil dar und liefert Evidenz dafür, dass der Patient im Durchschnitt bei einer erfolgreichen Behandlung eine erhöhte Fähigkeit zur Ausübung alltäglicher Aktivitäten erwarten kann.“
„Die neue PSP-Skala hilft die soziale Funktionsfähigkeit von Patienten mit schweren mentalen Erkrankungen zu verbessern“, bestätigt Prof. Dr. Douglas Turkington, School of Neurology, Neurobiology and Psychiatry, Newcastle University, Großbritannien. „Für den Test und die Auswertung werden nur fünf Minuten benötigt, er ist einfach zu handhaben und sensitiv, auch bei kleinen Veränderungen.“

Quelle: Presseaussendung der Firma Janssen-Cilag Pharma GmbH und „Advances in Schizophrenia Treatment: A New Option, A New Hope“, Veranstaltung der Firma Janssen-Cilag Pharma GmbH; 15.10.2007, Wien.

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