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Allgemeinmedizin 30. Jänner 2008

Erkältungskrankheiten rasch bekämpfen

Kaloba® – Deutschlands erfolgreichstes rezeptfreies Erkältungsmittel ist seit Anfang des Jahres rezeptfrei in den österreichischen Apotheken erhältlich. Das Phytotherapeutikum wird aus der Wurzel der südafrikanischen Kapland Pelargonie gewonnen, es wirkt rasch und ist sehr gut verträglich. „Erkältungskrankheiten weisen eine äußerst heterogene Symptomatik auf und sind aus sozialmedizinischer Sicht auf Grund ihrer Häufigkeit interessant. Jeder Erwachsene ist durchschnittlich zweimal im Jahr von einer Erkältungskrankheit betroffen, jedes Kind durchschnittlich bis zu sechs Mal. Fast 40 Prozent der jährlichen Krankheitsfälle sind auf Erkältungskrankheiten zurückzuführen. Die tatsächliche Häufigkeit von Erkältungskrankheiten ist aber schwer einzuschätzen“, so die einleitenden Worte von Prof. Dr. Michael Kunze, Vorstand des Institutes für Sozialmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien, anlässlich eines Pressegesprächs zur Markteinführung von Kaloba®. In der Therapie neigen viele Betroffene zur Selbstbehandlung. „Es ist aber sinnvoll, professionellen Rat von Ärzten und Apothekern einzuholen. Antibiotika etwa haben in der Therapie der Erkältungskrankheiten nichts verloren“, sagt Kunze.
Zur Therapie gelangen eine Vielzahl von Haus-, Grippe- und Hustenmitteln. „Die breite Auswahl unserer pflanzlichen Arzneimittel wird nun durch das seit kurzem auch in Österreich verfügbare Extrakt aus den Wurzeln der Kapland Pelargonie – Kaloba® – bereichert“, so Prof. Mag. Dr. Wolfgang Kubelka, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie, Department für Pharmakognesie, Universität Wien.
Das Erkältungsmittel wird seit Jahrhunderten in der traditionellen afrikanischen Medizin gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. „Kaloba® (Pelargonium sidoides und P. reniforme) war zwar den europäischen Siedlern schon lange als Heilmittel der Basuto bekannt, wurde aber erst durch den englischen Major Charles Henry Stevens 1897 als Therapie gegen Tuberkulose populär gemacht“, sagt Prof. DDr. Armin Prinz, Leiter der Unit Ethnomedicine and International Health Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien. In den 70er Jahren erlebt der pflanzliche Wirkstoff ein Revival und wird nach zahlreichen pharmazeutischen Untersuchungen und Studien zur Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt.
Die chemische Analyse des Extrakts ergab eine große Zahl an Inhaltsstoffen, die zu verschiedenen Substanzklassen gehören (Zehn Cumarine, vier Phenolcarbonsäuren, sieben Cumarin-Glykoside bzw. -sulfate, Gerbstoffe: Gallussäurederivate und Oligomere Procyanidine, Flavonoide u.a.). „Die Vielfalt der Inhaltsstoffe erklärt plausibel, dass man für das Gesamtextrakt im Labor (in vitro) verschiedene Wirkmechanismen gefunden hat: Im Vordergrund stehen antivirale (Interferon-Induktion) und antibakterielle (Adhäsionshemmung) Wirkungen sowie eine sekretomotorische Aktivität (Erhöhung der Zilienaktivität des Flimmerepithels). Das Zusammenspiel dieser Wirkungen führt zu einer eindrucksvollen Besserung der Symptomatik bei Erkältungskrankheiten“, erklärt Kubelka. Hinsichtlich der Verträglichkeit kommt es in einem von 100.000 Fällen zu unerwünschten Ereignissen wie leichten gastrointestinalen Beschwerden oder Durchfall. Als besonders positiv hebt Kubelka hervor, dass Kaloba® nicht lebertoxisch ist, keinen Einfluss auf die Blutgerinnung hat und keine Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, etwa Penicillin V, zu befürchten sind.
Kaloba® ist rezeptfrei als 20 ml- und 50 ml-Packung in der Apotheke erhältlich und sollte bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen werden: Kleinkinder im Alter von ein bis fünf Jahren: Drei Mal täglich zehn Tropfen. Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren: Drei Mal täglich 20 Tropfen. Und Erwachsene und Jugendliche über zwölf Jahre: Drei Mal täglich 30 Tropfen. Nach Abklingen der Symptome sollte die Einnahme noch für einige Tage fortgesetzt werden, um einen Rückfall zu verhindern.

Quelle: Pressegespräch „Kaloba® – mit der Heilkraft Afrikas gegen Erkältungskrankheiten. Traditionelle Phytotherapeutika in der modernen Medizin“; 21. Jänner 2008, Wien.

Rückfragehinweis:
Austroplant Arzneimittel GmbH
Mag. (FH) Denise Halper


Fachkurzinformation:

 fki

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