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Allgemeinmedizin 5. Juli 2007

Präventivmedizinische Diagnostik ermöglicht frühzeitige Therapie

Prävention und Regeneration sind die Schlüssel zu einer zukunftsorientierten Medizin. Im Bereich der Frühdiagnostik haben Wissenschaft und Forschung in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht.

Wie sich neue Erkenntnisse für eine erfolgreiche Regenerationstherapie einsetzen lassen, haben kürzlich naturheilkundlich orientierte Ärzte beim 10. Lanser Symposion erörtert.
Schlafstörungen sind weit verbreitet. Zehn bis 15 Prozent der Gesamtbevölkerung leiden an einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung – Tendenz steigend. Mit der Methode der Polysomnografie kann der Schlaf qualifiziert werden. Dabei wird ein individuelles Schlafprofil erstellt, das eine präzise Diagnose und darauf aufbauend eine individuelle Therapie bei Schlafstörungen ermöglicht. Prof. Dr. Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Universitäts-Klinikum in Regensburg und Präsident der Deutschen Akademie für Gesundheit und Schlaf (DAGS) betonte die Bedeutung eines multimodalen Therapieansatzes bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen, der nicht nur schlafhygienische Maßnahmen beinhaltet, sondern auch verhaltenstherapeutische Verfahren und medikamentöse Therapien. „Als weiterer Therapieansatz ist die Änderung der Erwartungshaltung der Patienten zum Schlaf zu sehen“, sagte Zulley.
Auch die Ernährung spielt für eine erholsame Nachtruhe eine wichtige Rolle, wie Schlafmediziner und Lungenfacharzt Dr. Christoph Puelacher weiß. Nahrungsmittelassoziierte Schlafstörungen können insbesondere bei Intoleranzen und Allergien auftreten. Histamin- oder Kohlenhydratintoleranzen können etwa negative Auswirkungen auf die Qualität des Schlafs haben und sowohl eine Insomnie als auch eine Hypersomnie, eine übermäßige Tagesmüdigkeit, zur Folge haben.
Zu Schlafstörungen oder Schlafdysbalancen kann aber auch eine Vielzahl von Krankheiten und Mangelzuständen führen. Lungenerkrankungen können zu Durchschlafstörungen in den frühen Morgenstunden und Störungen im Eisenstoffwechsel „restless legs“ verursachen.

Inge Smolek, Ärzte Woche 27/2007

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