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Allgemeinmedizin 21. November 2006

Protonenpumpenhemmer „on demand“ bestätigt

Der gastroösophageale Reflux, im Volksmund auch als Sodbrennen bezeichnet, ist mit einer Prävalenz von etwa 20 Prozent ein weit verbreitetes Problem in der Bevölkerung. Wenn Allgemeinmaßnahmen nicht mehr helfen, gelten Protoneninhibitoren (PPI) bei Reflux und Refluxösophagitis als Mittel der ersten Wahl. Für Pantoprazol (Zurcal®) wurden nun österreichweit an 1.889 Patienten Wirkung und Verträglichkeit einer Therapie „bei Bedarf“ geprüft.

Säureregurgitation, retrosternales Druckgefühl, Schluckbeschwerden, epigastrische Schmerzen, Meteorismus, seifiger oder salziger Geschmack nach dem Aufstoßen, aber eventuell auch stenokardische Beschwerden, die von einer KHK differenziert werden müssen, sind typische klinische Symptome der Refluxkrankheit. Aspiriertes Refluat kann zu Reizhusten und Refluxbronchitis führen. Etwa zehn Prozent der betroffenen Patienten entwickeln eine Refluxösophagitis, bei wiederum zehn Prozent davon kommt es zu einer Zylinderepithelmetaplasie, dem so genannten Barrett-Syndrom, das eine Präkanzerose darstellt. Bei leichten Beschwerden kann zunächst eine Umstellung der Essgewohnheiten auf kleine, fettarme Speisen, das Weglassen später Mahlzeiten sowie das Meiden auslösender Faktoren, wie säurehaltiger Getränke, Kaffee oder Nikotin, schon zu einer Besserung der Symptome beitragen. Reichen Allgemeinmaßnahmen jedoch nicht mehr aus, kommen Protonenpumpenhemmer (PPI) zum Einsatz. Jedoch auch wenn eine Symptombefreiung durch PPI (im Allgemeinen innerhalb von zwei bis vier Wochen) erreicht wurde, kann bei wieder auftretenden Beschwerden eventuell eine Therapie „bei Bedarf“ notwendig werden. Seit einem Jahr ist der Protonenpumpenhemmer Zurcal® 20 mg mit dem Wirkstoff Pantoprazol auch zur Dosierung „on demand“ in der Behandlung der milden Refluxkrankheit zugelassen.

In der täglichen Praxis geprüft

Wie diese „on demand“-Therapie in der täglichen Praxis angenommen wird, wurde in einer österreichweiten Anwendungsbeobachtung (AWB) an 1.889 PatientInnen geprüft. Die PatientInnen der AWB hatten ein Durchschnittsalter von 56 Jahren und litten im Mittel seit vier Monaten unter Reflux. Die mittlere Therapiedauer mit Zurcal® betrug 54 Tage bei einer mittleren Dosis von 29 mg/Tag. Alle untersuchten Symptome (Sodbrennen tagsüber, Sodbrennen nachts, saures Aufstoßen, refluxbedingte Schlafstörungen, nächtliche Hustenanfälle und refluxbedingte Tagesmüdigkeit) zeigten unter Zurcal® eine hochsignifikante Verbesserung (p<0,001). Insgesamt wurde die Wirksamkeit von Zurcal® von 94 Prozent der ÄrztInnen als sehr gut oder gut beurteilt. Bei den PatientInnen schätzten 68 Prozent die Wirksamkeit mit sehr gut und 26 Prozent mit gut ein. Mehr als 90 Prozent der Patienten gaben an, dass sich ihre Lebensqualität deutlich oder sehr deutlich gebessert hatte. Die Zahl der Krankenstands- und Spitalstage reduzierte sich unter der Therapie mit Zurcal® auf etwa ein Fünftel des Ausgangswertes. Mit der Verträglichkeit von Zurcal® waren 96 Prozent sowohl der ÄrztInnen als auch der PatientInnen hochzufrieden. 73 Prozent der Patienten dokumentierten die Absicht, sich weiter mit Zurcal® behandeln zu lassen. Die bei Refluxkrankheit bereits etablierte erfolgreiche Therapieoption mit Zurcal® konnte somit in dieser AWB auch für die Dosierung „bei Bedarf“ bestätigt werden.

 detail

Zirka 96 Prozent der Ärzte und Patienten gaben sehr gute bis gute Zurcal®-Verträglichkeit an.

Quelle: Arzt und Patient, „Der PPI Zurcal® (Wirkstoff Pantoprazol) in der Praxis - eine österreichische Anwendungsbeobachtung bei Refluxpatienten zur Therapie bei Bedarf“

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