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Allgemeinmedizin 7. November 2006

Mehr Flexibilität durch rasche Wirkung

Die rasche und konsistente Wirkung von Insulinglulisin ermöglicht größere Flexibilität und Bequemlichkeit in der Therapie von Typ 1- und Typ 2-Diabetikern.

Das schnell wirksame Humaninsulinanalogon Insulinglulisin (Api­dra®) zur Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 ist zugelassen. Es ist das erste Insulin, das auf Grund seiner Struktur (Salzbrücke zwischen Glutamat B 29 und Glycin A 1) auf Zink als Stabilisator verzichten kann. Dies dürfte der Hintergrund für eine rasche und konsistente Wirkung sein und auch dafür, dass es bei Patienten unabhängig vom Body-Mass-Index, also sowohl bei schlanken als auch bei übergewichtigen oder adipösen Diabetikern, rasch wirken kann.
Apidra® ist:
• schnell => kappt die postprandialen Blutzuckerspitzen
• flexibel => kann unmittelbar vor oder auch nach den Mahlzeiten appliziert werden.
• physiologisch => Nachahmung der physiologischen Insulinausschüttung
Apidra® lässt sich mit einem Intermediärinsulin, Langzeitinsulin oder einem Basalinsulin-Analogon, z.B. mit Lantus®, einem 24-Stunden Basalinsulin-Analogon, kombinieren.

Rasches Ansteigen der Serumspiegel und kürzere Wirkdauer

Schnell wirksame Insulinanaloga haben eine geringere Neigung, sich zu Hexameren zusammenzulagern und spalten sich im Vergleich zum Normalinsulin schneller in monomere Insulinmoleküle auf. Das ermöglicht ein rascheres Ansteigen der Seruminsulinspiegel, ein früheres Maximum und eine kürzere Wirkdauer als beim Normalinsulin und somit eine größere Annäherung an die physiologische Insulinantwort auf eine Mahlzeit (Becker R. et al., American Diabetes Association 63rd scientific sessions [abstract 452137] 2003). Als Folge dieses Zeit-Wirkungs-Profils kann ein schnell wirkendes Insulinanalogon unmittelbar vor den Mahlzeiten verabreicht werden. Die Patienten gewinnen dadurch eine größere Flexibilität und Bequemlichkeit und das potenzielle Missverhältnis zwischen Insulinwirkung und Kohlenhydratresorption wird auf ein Minimum reduziert (Davis S. et al., J Diabetes Complications 2004; 18:60-8).
Bei Typ-2-Diabetikern mit nur leichter bis mäßiger Hyperglykämie (HbA1c 7,3 bis 8,4 %) tragen die postprandialen Glukosespitzen signifikant zum Gesamt-Tagesblutzuckerprofil bei (Monnier L. et al., Diabetes Care 203; 26:881-5). Im Vergleich zu Nicht-Diabetikern kann ein schnell wirksames Insulinanalogon so eine Möglichkeit sein, den HbA1c-Wert noch weiter zu verbessern. Darüber hinaus trägt die blutzuckersenkende Wirkung von schnell wirkenden Insulinanaloga in geringerem Maße zum Basalinsulin bei. Die Wahrscheinlichkeit für späte Hypogly­kämien sinkt damit im Vergleich zum Normalinsulin.
Apidra® ist in den Darreichungsformen 100 E/ml Patrone, 5 x 3 ml und 100 E/ml Durchstechflasche, 1 x 10 ml, erhältlich.

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