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Allgemeinmedizin 18. Mai 2006

Erste generische Schmerzpflaster in Österreich

Als Indikationsregelung für die Kostenübernahme durch die Kasse gelten chronische, durch starke orale Opioide nicht ausreichend behandelbare Schmerzen.

Generika-Spezialist Hexal hat den Wirkstoff Fentanyl als transder-males therapeutisches System (TTS) auf den Markt gebracht. Durch das Depot-Pflaster kann die Wirksubstanz Fentanyl gleichmäßig über die Haut aufgenommen und in die Blutbahn transportiert werden. Eine zuverlässige, schmerzstillende Wirkung über drei Tage wird dadurch erzielt. Zugelassen ist das Präparat für starke chronische Schmerzen, wie Tumorschmerzen, neuropathische Schmerzen oder Schmerzen des Bewegungsapparates, die nur mit Opiatanalgetika behandelt werden können. Mit 1. Mai 2006 ist Fentanyl Hexal® in der Green-Box und mit IND-Regelung kassenfrei verschreibbar. Das Hexal-Schmerzpflaster ist bioäquivalent zum Erstanbieter (Reservoirform). Das Opioid-Analgetikum gibt es in vier Wirkstärken: 25 mcg/h, 50 mcg/h, 75 mcg/h und 100 mcg/h.

Patientenfreundliches Handling plus Information

Das Fentanyl Hexal®-Schmerzpflaster ist mit einer Abziehhilfe versehen, die speziell älteren Personen das Aufbringen auf die Haut erleichtert. Zusätzlich gibt es in jeder Packung eine Patienten-Information mit farblichen Abbildungen zur Erklärung der Anwendung. Ein Großteil der Hexal-Präparate stammt aus eigener Entwicklung und Produktion, das gilt auch für Fentanyl Hexal®: Entwickelt und produziert wird bei Salutas im deutschen Magdeburg. Am Betäubungsmittelmarkt nimmt der Wirkstoff Fentanyl mit 36 Prozent Absatzanteil die größte und wichtigste Position ein.2 Dementsprechend groß ist das mögliche Einsparpotenzial durch Generika1.

1) IMS Health DPMOE MOL, MAT 3/2006; Krankenkassenpreise, Stand Warenverz. Mai 06;
2) IMS Health DPMOE MOL, MAT 3/2006;
Anatomische Klassifikation nach IMS N02A0.

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