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Allgemeinmedizin 1. November 2007

Der wundheilende Effekt einer Symphytum-Herba-Extrakt-Creme (Symphytum × uplandicum Nyman): Ergebnis

METHODE: In einer randomisierten, kontrollierten klinischen Doppelblindstudie an 278 Patienten mit frischen Schürfwunden, darunter 64 Patienten im Alter bis 20 Jahre (Verum n = 29, Referenzprodukt n = 35), wurden wundheilende Effekte einer topisch applizierten Zubereitung (Traumaplant®) mit einem Wirkstoffkonzentrat (10 % im Verum) aus den oberirdischen Teilen des Arznei-Beinwells (Symphytum × uplandicum Nyman) untersucht (n = 137 für Verum gesamt). Als Referenz (n = 141) diente eine niedrig dosierte (1 % Wirkstoff), aber ansonsten identische Zubereitung. ERGEBNISSE: Mit der hohen Wirkstoffkonzentration ergab sich nach 2 bis 3 Tagen eine hochsignifikant und klinisch relevant schnellere initiale Reduktion der Wundfläche von 49 ± 19 % versus 29 ± 13 % pro Tag zugunsten von Verum (p < 5×10–21). Für Verum wurde im Vergleich zu Referenz aus den Regressionsgeraden eine um 2,97 Tage schnellere Abheilungsdauer ermittelt (4,08 Tage vs. 7,05 Tage, p = 7,4 × 10–45 im t-Test-Vergleich der Regressionsgeraden). Die Wirksamkeit des Verums wurde ärztlicherseits in 93,4 % der Fälle als gut bis sehr gut eingestuft, gegenüber 61,7 % unter Referenz (p = 2 × 10–11). Von den Patienten selbst wurde das Verum auf einer Skala von 0–100 mit 84,4 ± 10,1 Punkten bewertet, das Referenzprodukt dagegen mit 65,5 ± 24,8 Punkten (p = 6.1 × 10–18). Bei Subgruppenanalysen fand sich kein signifikanter Einfluss von Wundfläche, Geschlecht und Lebensalter auf das Therapieergebnis, auch wenn ein Trend zu besseren Effekten mit ansteigendem Lebensalter beobachtet wurde. Unerwünschte Effekte und Verträglichkeitsprobleme traten nicht auf. Insbesondere wurden in der Beobachtungsperiode von 10 Tagen bei keinem der Patienten Hautreaktionen beobachtet. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Dem Symphytum-Herbaextrakt können deutliche wundheilungsfördernde Effekte zugeordnet werden, die explizit auch in der Kinderheilkunde nutzbar sind.

Milos Barna, Alexander Kucera, Marie Hladícova, Miroslav Kucera, Wiener Medizinische Wochenschrift

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