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Allgemeinmedizin 21. März 2006

Migräne ist kein schicksalhaftes Leiden

Viele Migräne-Patienten nehmen ihr Leiden schicksalhaft hin – dabei gibt es eine wirksame medikamentöse Therapie. Sumatriptan, der Gold-Standard, hilft rasch und zuverlässig. Seit 1. März 2006 ist der Wirkstoff erstmalig als Generikum frei verschreibbar.

Migräne-Attacken können stunden- oder auch tagelang andauern und gehen mit Begleiterscheinungen wie Abgeschlagenheit, Übelkeit, Brechreiz/Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und/oder dem Bedürfnis nach Ruhe einher. „Diese Faktoren sprechen mit ziemlicher Sicherheit für eine Migräne“, so der Wiener Neurologe und Migräne-Spezialist Dr. Albert Wuschitz. Wichtig ist aber die richtige Dia-gnose: „Jeder Kopfschmerzpatient sollte im Sinne seiner eigenen Sicherheit zumindest einmal beim Neurologen gewesen sein.“ Keinesfalls sollte das Leiden einfach schicksalhaft hingenommen werden. „Am besten, man legt sich ins Bett, stellt den Kübel daneben, lässt die Jalousie herunter und wartet, bis alles vorbei ist“ – so und ähnlich reagieren viele Migräne-Betroffene und „büßen damit ein erhebliches Maß an Lebensqualität ein“, betont Wuschitz. Steht die Diagnose fest, lässt sich die Migräne jedoch gut behandeln. Ein therapeutischer Meilenstein ist Sumatriptan aus der Substanzklasse der Triptane, dessen Einführung im Jahr 1992 laut Wuschitz „die Lebensqualität der Patienten schlagartig verbessert hat“. Sumatriptan werde von den meisten Migränikern sehr gut vertragen. Anfäng-liche Nebenwirkungen wie Druckgefühl in Brust und Hals würden bei längerem Gebrauch kaum mehr wahrgenommen. Für den Neurologen ist Sumatriptan Mittel der Wahl: „Zwar gibt es, wie für andere hochwirksame Medikamente auch, Kontraindikationen und Nebenwirkungen, doch ist das Verhältnis Wirksamkeit zu unerwünschten Wirkungen hier so günstig, dass die Patientenzufriedenheit im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln wesentlich höher liegt.“

Erstes Generikum verfügbar

Seit 1. März 2006 ist das erste generische Sumatriptan Österreichs am Markt. Sumatriptan Sandoz® ist patientenfreundlich in den Wirkstärken 50 mg (2/6 Stk) sowie 100 mg (2/6 Stk) erhältlich und frei verschreibbar (Green Box). Mit einem Preisunterschied von bis zu 68,4 Prozent gegenüber dem Erstanbieter (gemäß KVP Stand WVZ 02/2006, KVP Sumatriptan Sandoz Stand 03/2006) ist es das billigste, frei verschreibbare Triptan am Markt, was für Wuschitz angesichts der Kostenexplosion unseres Gesundheitssystems ein absolutes Argument darstellt.

Infos: Sandoz GmbH, Mag. Eva Holzer,
Produktmanagement, Tel. 01/866 59 – 505,
E-Mail:

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