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Allgemeinmedizin 8. März 2006

Herzschutz ohne Verlust der Lebensqualität

Studien bestätigen Nomexor® (Nebi-volol), einen Betablocker der dritten Generation von A. Menarini Pharma, der seit 2002 in Österreich erhältlich ist.

Nomexor® (Nebivolol) ist aufgrund seines besonderen pharmakody-namischen Profils ausgezeichnet verträglich. Wesentliche Unterschiede von Nomexor® zu anderen Betablockern sind unter anderem die hohe Beta 1-Kardioselektivität und die Fähigkeit der endothelialen NO-Freisetzung. Sartane gelten als allgemein gut verträgliche Gruppe unter den Blutdruckmitteln. Eine kürzlich im American Heart Journal pub-lizierte Studie von Van Bortel et al. (2005)1 verglich Nomexor® mit dem Angiotensin-Rezeptor-Blocker Losartan. Beide Wirkstoffe senkten den systolischen Blutdruck in gleichem Ausmaß. Jedoch konnte durch Nomexor® eine stärkere Senkung des diastolischen Blutdruckes erzielt werden. In Bezug auf die Lebensqualität waren beide Substanzen gleich gut verträglich. Mit Nomexor® wurden beim Kopfschmerz bessere Ergebnisse gegenüber Losartan erzielt. Bezüglich sexueller Dysfunktion – eine Nebenwirkung, die viele Ärzte davon abhält, einen Betablocker einzusetzen – wurde kein signifikanter Unterschied zur Losartan-Gruppe festgestellt. In der SENIORS-Studie2 wurde erstmals der Nutzen einer Betablocker-Therapie bei einem praxisrelevanten Patientengut mit Altersdurchschnitt von 76 Jahren geprüft. Die Daten haben große klinische Bedeutung, da diese Patienten am häufigsten von der chronischen Herzinsuffizienz betroffen sind. Insgesamt erhielten 1.067 Patienten Nebivolol, das beginnend mit 1,25 mg langsam auftitriert wurde, bis die Zieldosis von 10 mg erreicht war. Nach drei Jahren hatte Nebivolol den primären Endpunkt – Gesamtmortaliät und Häufigkeit kardiovaskulär bedingter Krankenhauseinweisungen – mit 14 Prozent signifikant gegenüber der austherapierten Placebogruppe (p=0,039) gesenkt. Diese Ergebnisse führten dazu, dass Nomexor® in die ESC- Guidelines für Herzinsuffizienz aufgenommen wurde.

1) Van Bortel et al., AHJ (2005) 18, 1060-1066
2) Flather et al., European Heart Journal (2005) 26, 215-225

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