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Allgemeinmedizin 28. Februar 2006

Novartis unterstützt junge ForscherInnen

Bereits zum 35-sten Mal wurde der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Novartis-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf den Gebieten Chemie, Biologie/Biochemie und Medizin vergeben.

Der Novartis-Preis, der 1970 mit der Gründung des (damals Sandoz-) Forschungsinstitutes erstmals ausgeschrieben wurde, ist heute eine der traditions- und prestigereichsten Auszeichnungen für WissenschafterInnen in Österreich. Grundlagenforschung als unabdingbare Basis für fruchtbringende Innovationen komme derzeit nicht nur in Österreich zu kurz. Deshalb unterstützt Novartis den Nachwuchs in den Naturwissenschaften und der Medizin.

Grundlagenforschung fördern

Wesentlich ist für die Verantwortlichen des Novartis Institutes for BioMedical Research Wien (NIBR Wien) nicht so sehr die unmittelbare Umsetzbarkeit der klinischen Ergebnisse. Prof. Dr. Jan de Vries, Geschäftsführer von NIBR Wien: „In der Grundlagenforschung werden aussichtsreiche Entdeckungen gemacht, die nicht planbar sind. Wir sind auf inno-vative Impulse angewiesen und fördern daher abseits der zielorientierten Forschung wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse junger ForscherInnen.“ Insgesamt 108 ForscherInnen wurden in den 35 Jahren seines Bestehens mit dem Novartis-Preis ausgezeichnet. Die meisten PreisträgerInnen sind heute anerkannte Expertinnen in ihren Fachgebieten. Einer von ihnen, der Festredner beim 35-Jahr-Jubiläum und Träger des Novartis-Preises des Jahres 1983, Prof. Dr. Georg Stingl von der Univ.-Klinik für Dermatologie in Wien, betonte die Notwendigkeit der forscherischen Partnerschaft zwischen Academia und Industrie: „Partnerschaften mit jeweils nach Fragestellung unterschiedlichen Gewichtungen zwischen Industrie und Academia sind gefragt und im Idealfall das Erfolgsgeheimnis.“ 2005 ging der Novartis-Preis für Medizin an Prof. Dr. Veronika Sexl und ihr Team, Institut für Pharmakologie der Medizinischen Universität Wien, für Untersuchungen von Signalwegen in Krebszellen, durch die sich bösartige Zellen von gut-artigen unterscheiden lassen. Doz. Dr. DI Barbara Bohle vom Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Universität Wien wurde mit dem Novartis-Preis 2005 für Biologie ausgezeichnet. Sie untersuchte mit ihrer Arbeitsgruppe die Rolle der T-Lymphozyten bei der Entstehung von Allergie-Symptomen, und hier speziell, was Kreuzallergien zwischen Pollen und Nahrungsmitteln betrifft. Für seine Arbeiten zu den Grundlagen jener Phänomene, die in tieferen Schichten der Atmosphäre zur Entstehung des sauren Regens oder in der Stratosphäre zum Abbau des Ozons führen, sowie seine Unter-suchungen über das Verhalten von Wasser bzw. Eis erhielt Dr. Thomas Loerting vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Innsbruck den Novartis-Preis 2005 für Chemie. Loerting entdeckte 2001 das so genannte „Very high density amorphous ice“ (VHDA) als fünfte amorphe Eisform.

Voraussetzungen für die Zuerkennung des Preises

Die PreisträgerInnen müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorweisen und den wesentlichen Teil der eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten in Österreich durchgeführt haben. Sie dürfen das 40. Lebensjahr nicht überschritten und keinen Rang eines Institutsvorstands inne haben. Kinderer-ziehungszeiten werden maximal drei Jahre berücksichtigt. Die österreichische Staatsbürgerschaft ist nicht Voraussetzung.

Nähere Informationen im Internet unter: www.novartis.at

 Preisträger

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