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Allgemeinmedizin 4. Jänner 2006

Neuro-Psychopharmaka kompakt

Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux
Dr. rer.nat. Otto Dietmaier
Springer-Verlag/Wien
ISBN 3-211-00823-3

Da Neuro-Psychopharmaka zu den meistverordneten Medikamenten zählen schien es sinnvoll, ein kompaktes Taschenbuch mit den Übersichtstabellen der 6-bändigen Handbuchreihe "Neuro-Psychopharmaka" in erweiterter und aktualisierter Form zusammenzustellen.

Das vorliegende Büchlein enthält die praxis- und verordnungsrelevanten Fakten im Sinne von tabellarischen Kurzinformationen zu knapp 200 Einzelsubstanzen (Stand März 2003).

Die in Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH) im Handel erhältlichen Neuro-Psychopharmaka sind alphabetisch nach ihren Internationalen Freinamen (INN) aufgeführt. Bewusst erfolgte keine Einteilung nach Substanzklassen wie Antidepressiva, Neuroleptika, Tranquilizer, Hypnotika etc., da diese nicht selten schwierig im Sinne fließender Übergänge und außerdem die Orientierung an generischen Medikamentenbezeichnungen zeitgemäß und nachschlagepraktikabel ist.

Bezugsquellen für die Präparateauswahl sind für Deutschland die Rote Liste 2003, für Österreich der Austria-Kodex 2002/2003, für die Schweiz das Arzneimittel-Kompendium der Schweiz 2002. Eine gewisse Auswahl wurde vorgenommen, um einerseits Raritäten, andererseits aus heutiger Sicht obsolete und nicht evidenzbasierte Substanzen zu vermeiden.

Der Aufbau gliedert sich in 6 Spalten:

  1. Freinamen (INN) alphabetisch und Handelsnamen (A, CH, D)
  2. Substanzcharakteristik (Stoffgruppe, Pharmakologie, Indikationen, Hinweis/Wirkprofil)
  3. Dosierung (einschließlich Eliminationshalbwertszeit)
  4. häufige (>10%) und typische Nebenwirkungen
  5. klinisch relevante Interaktionen (Wechselwirkungen)
  6. Kontraindikation

Generika, die im Namen die gebräuchliche Kurzbezeichnung (INN) enthalten, sind unter den Handelsnamen nicht aufgelistet. Bei der Substanzcharakteristik sind die zugelassenen Indikationen aufgeführt. Angaben zum (problematischen) off-label-use finden bei davon besonders häufig betroffenen Medikamenten Erwähnung.

Die Dosierungsangaben sind spezifiziert nach üblichen Erwachsenen-Tagesdosen und Dosierungen bei Alterspatienten und Patienten mit eingeschränkten Organfunktionen. Als Eliminationshalbwertszeit ist die mittlere Halbertszeit oder ein Halbwertszeit-
Bereich eines nierengesunden Erwachsenen angegeben. Vor allem bei Benzodiazepinen und Neuroleptika/Antipsychotika sind (ungefähre) Äquivalenzdosen aufgeführt. Diese können nur unverbindliche Angaben sein, da insbesondere Neuroleptika in ihrer antipsychotischen Wirkpotenz von Individuum zu Individuum stark variieren können.

Als unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind sowohl häufige als auch substanz-typische Nebenwirkungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit unter Hinweis auf die bekannte individuelle Variationsbreite genannt.

Von den möglichen Arzneimittelwechselwirkungen sind vor allem klinisch relevante Interaktionen aufgeführt, neben den genannten Kontraindikationen sind im Einzelfall weitere Anwendungsbeschränkungen insbesondere bei Risikopatienten zu beachten.

Aplhabetische Register nach Freinamen und Handelsnamen sichern ein rasches Auffinden. Literaturquellen zu den Übersichtstabellen finden sich in der Handbuchreihe.

Allen Ärzten, die Psychopharmaka verordnen, insbesondere Neurologen und Psychiatern, hoffen die Autoren mit diesem übersichtlichen Kompendium einen handlichen Ratgeber mit den wichtigsten Basisdaten zur schnellen Information auf einen Blick vorzulegen.

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