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Allgemeinmedizin 19. Dezember 2005

Evaluations-Manual - Nierentransplantation

Klinisch-praktische Richtlinien

Prof. Dr. med. Walter Land
Thieme Verlag, 3 Abbildungen, 73 Tabellen, 111 Seiten
ISBN 3-13-133291-3

Die in dem Manual aufgezeichneten Richtlinien sollen den behandelnden Ärzten chronisch nierenkranker Patienten, die ihre Patienten zur Nierentransplantation anmelden wollen, die Evaluierung des Krankhheitszustandes der Kandidaten erleichtern und ihnen dabei helfen, die Gründe, die für oder gegen die Aufnahme auf die Warteliste sprechen, klar herauszuarbeiten.

Dieses Manual soll nicht nur den Kolleginnen und Kollegen im Umkreis des Münchner Transplantationszentrums, sondern auch denjenigen, die mit anderen deutschen Transplantationszentren kooperiern, bei der Erarbeitung der Transplantabilität ihrer Patienten behilflich sein.

Eine wichtige Grundlage dieser Richtlinien ist die Publikation dieses Themas durch die Amerikanische Transplantationsgesellschaft: Kasiske BL et al. The Evaluation of Renal Transplant Candidates: Clinical Practice Guidelines. American Journal of Transplantation 2001, Suppl. 1, Vol. 2, S 5-95. Eine weitere Grundlage dieser Richtlinien ist die am Münchener Zentrum in den vergangenen 25 Jahren bei annähernd 3500 Nierentransplantationen gesammelte Erfahrung. Eingeflossen sind außerdem deutsche (und auch europäische) Besonderheiten sowohl in epidemiologischer als auch juristischer Hinsicht bis hin zu klinisch-praktischen Gepflogenheiten. Einige aktuelle Entwicklungen, die sich seit der Publikation von Kasiske et al. abzeichnen, werden ebenfalls gewürdigt. Der direkte Praxisnutzen, die direkte Umsetzbarkeit in der täglichen Arbeit, wird in diesem Buch unserer Ansicht nach stärker betont als im amerikanischen Pendant.

Ein Teil der Ausführungen stellt eine Übersetzung der Hinweise und Empfehlungen der Amerikanischen Transplantationsgesellschaft dar, was sich aus der Übereinstimmung in vielen einzelnen Punkten und auch in den großen Linien naturgemäß ergaben. Dort, wo keine volle Übereinstimmung erkennbar war, wurden die amerikanischen Empfehlungen überarbeitet und durch Hinweise und Meinungen korrigiert bzw. ergänzt, die sich aus den übrigen Grundlagen dieses Manuals ergaben. Vor allem die zahlreichen Kollegen - und die Kollegin -, die im Mitarbeiterverzeichnis genannt werden, haben dem Werk ihren Stempel aufgedrückt.

Den Autoren ist bei alledem bewusst, dass es nicht möglich ist, exakte und endgültige Richtlinien aufzustellen, die im jeweiligen Einzelfall sämtliche Aspekte unter dem Blickwinkel aller medizinischen Disziplinen berücksichtigen. Jeder Patient muss im Hinblick auf seinen aktuellen Gesundheitszustand, den Verlauf seiner Grunderkrankung sowie seine speziellen klinischen und psychosozialen Probleme unterschiedlich betrachtet werden. Darüber hinaus erheben die hier dargelegten Empfehlungen auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit bezüglich der Evaluierung, wie sie an anderen deutschen Transplantationszentren praktiziert wird. Dieses Manual wird eher als Diskussionsbeitrag nach bestem Wissen und Gewissen verstanden.

Die hier für die einzelnen Krankheitszustände bei chronisch nierenkranken Patienten im Hinblick auf die Nierentransplantation ausgesprochenen Empfehlungen basieren auf medizinischer Evidenz. Sie sind das Ergebnis praktischer Erfahrung und einer intensiven Recherche der internationalen Literatur.

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