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Allgemeinmedizin 7. Dezember 2005

Infarktpatient mit plötzlicher Dyspnoe

Der Fall:
Der 42-Jährige, bei dem vor vier Jahren ein Vorderwandinfarkt aufgetreten war, wird wegen zunehmender Dyspnoe stationär eingewiesen. Bei der damals durchgeführten Koronarangiographie fand sich eine hämodynamisch wirksame koronare Eingefäßerkrankung mit Verschluss des RIVA und laevokardiographisch eine mittelgradige Einschränkung der linksventrikulären Pumpfunktion durch eine Narbe im Vorderwandspitzenbereich. Bei der Aufnahme gibt der Patient an, die Atemnot habe in den letzten Wochen deutlich zugenommen, außerdem sei Husten mit weißlichem Auswurf aufgetreten. Auch habe er einige Kilogramm an Gewicht abgenommen und nachts schwitze er stark.

Klinischer Befund:
Patient in reduziertem AZ und EZ. Ausgeprägte Ruhedyspnoe. Herzaktion regelmäßig, tachykard, Blutdruck 130/80 mmHg, Puls 90/Min. Bei der Lungenauskultation über dem rechten Lungenoberfeld verschärftes Atemgeräusch mit vereinzelten feinblasigen ohrnahen RGs.
BSG 74/118, 11200 Leukozyten,
Differenzialblutbild: 2% Jugendliche,
6% Stabkernige, 50% Segmentkernige, 42% Lymphozyten.

EKG:
Regelmäßiger Sinusrhythmus, R-Verlust über den Brustwandableitungen V1–V4 mit terminaler T-Negativierung als Hinweis auf eine Infarktnarbe im Vorderwandbereich.

Farbdopplerecho:
Größere Narbe im Vorderwandspitzenbereich mit insgesamt mittelgradiger Einschränkung der linksventrikulären Pumpfunktion. Kein Hinweis auf ein Vitium cordis.

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