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Allgemeinmedizin 7. Dezember 2005

Anhaltende Durchfälle bei normalem Koloskopiebefund

Der Fall:
Der 37-Jährige klagt über nach einer Fischmahlzeit aufgetretene heftigste Diarrhöen, die bereits seit drei Tagen anhielten. Bereits seit einigen Jahren habe er häufiger Durchfälle. Der Stuhl sei nur ganz selten normal geformt. Er habe auch in den letzten Jahren einige Kilogramm an Gewicht abgenommen. Bereits vor einigen Jahren hatte man zunächst den Verdacht auf einen Laktasemangel geäußert. Nach Weglassen von Milchprodukten besserte sich die Symptomatik jedoch nicht. Daraufhin hatte man die Durchfälle als psychogen interpretiert. Die klinische Untersuchung ergibt keinen krankhaften Befund. Auch sind sämtliche Laborparameter im Normbereich. Die Untersuchung des Stuhls auf pathogene Keime ergibt keinen positiven Befund. Auch die Koloskopie mit Inspektion des terminalen Ileums ist unauffällig. Daraufhin werden eine obere Intestinoskopie durchgeführt und Biopsien aus dem distalen Duodenum entnommen. Histologisch ergibt sich eine Zottenatrophie.

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