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Allgemeinmedizin 5. Dezember 2005

Trübes Serum

Der Fall:
Die 52-jährige Frau suchte mit seit zwei Stunden bestehenden Thoraxschmerzen eine medizinische Nothilfe auf. Aus der früheren Anamnese waren bei ihr weder eine koronare Herzkrankheit noch ein Diabetes oder Hypertonie bekannt. Allerdings wies die Familienanamnese deutliche Hinweise auf ein familiäres koronares Risiko auf. Ihr Bruder hatte im Alter von 50 Jahren einen Myokardinfarkt erlitten. Die Patientin nahm keine Medikamente ein. Sie rauchte seit dem 18. Lebensjahr etwa 20 Zigaretten pro Tag. Bei der klinischen Untersuchung fielen Handlinien-Xanthome beidseits auf (siehe Abb. 1). Ihr Gesichtsausdruck erinnerte an ein Myxödem. Die übrige klinische Untersuchung war unauffällig. Im EKG zeigten sich negative T-Wellen in den Ableitungen V3 - V6. Serielle Troponin-I-Messungen blieben <0,3 mol/l und damit normal. Im Labor stellten die Assistentinnen nach dem Zentrifugieren ein ausgeprägt lipämisches Serum fest (Abb. 2).

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