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Allgemeinmedizin 1. Dezember 2006

Die hausärztliche Entscheidungsfindung – Ein komplexer Vorgang: Qualitative Analyse von 117 Patiente

HINTERGRUND UND FRAGESTELLUNG: Bei Entscheidungen in der Hausärztlichen Praxis scheinen die unterschiedlichsten Faktoren einen Einfluss zu haben. Um diese Komplexität systematisch zu beschreiben, wurde das Beispiel des Symptoms Schwindel mit einem breiten Spektrum an Differenzialdiagnosen und Verläufen gewählt. Ziel dieser Studie war es, einen konzeptionellen Rahmen für die Beschreibung und Beurteilung von hausärztlichen Entscheidungen zu entwerfen. METHODIK: 22 Hausärzte wurden mit der Methode der strukturierten Fallanalyse zu eigenen Patienten mit Schwindelsymptomatik in fokussierten Interviews befragt und diese in einem Konsensverfahren qualitativ ausgewertet. ERGEBNISSE: Anhand von 117 strukturierten Fallanalysen konnten Faktoren mit Einfluss auf ärztliche Entscheidungen identifiziert und verschiedenen Bereichen zugeordnet werden. Bekannte Konzepte aus der Literatur fanden sich ebenso wie weniger diskutierte oder gar "unerwünschte" Beweggründe. Dabei beruht fast jede analysierte Entscheidung auf Argumenten aus verschiedenen Bereichen. FOLGERUNGEN: Hausärztliche Entscheidungen sind komplex – es spielen verschiedenste Einflussbereiche eine Rolle. Eine bewusstere Auseinandersetzung mit diesen ist notwendig, um das hausärztliche Handeln zu verstehen.

Uta-Maria Waldmann, Markus Gulich, Ursula Stabenow, Hans-Peter Zeitler, Wiener Medizinische Wochenschrift

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