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Allgemeinmedizin 21. Juli 2016

Oxidativer Stress bei Mastersschwimmern nach hochintensivem (Intervall-) Training (HI(I)T)

Erhöhter oxidativer Stress (OS) kann langfristig die Bildung von Krankheiten begünstigen, aber kurzfristig auch Trigger für zelluläre Anpassungen sein. Ziel war zu untersuchen, ob ein 3‑monatiges High-Intensity-(Interval-)Training (HI(I)T) die Bildung von OS bei 24 leistungsorientierten Mastersschwimmern/-innen (22–67 Jahre) vor (= basal) und nach einer Maximalbelastung (Stufentest beim Schwimmen jeweils bis zur Ausbelastung) beeinflusst. Die Veränderungen wurden in der Gesamtgruppe, sowie differenziert nach Geschlecht und Alter (unter 50 Jahre (U50), über 50 Jahre (Ü50)), analysiert. Signifikante Zunahmen von OS konnten vom Basalwert zum Belastungswert vor HI(I)T in der Gesamtgruppe und in der Subgruppenanalyse bei den Ü50-Jährigen beobachtet werden. Außerdem zeigten sich signifikante Zunahmen des Basalwertes nach der HI(I)T-Intervention in der Gesamtgruppe, die sich in der Subgruppenanalyse aber nur signifikant bei den Männern bestätigen ließ. Die Frauen und die U50-Jährigen zeigten alleine betrachtet keine signifikanten Veränderungen in den OS Werten. Die Reaktion bei Mastersschwimmern/innen auf HI(I)T ist alters- und geschlechtsdifferent.

Summary

Increased oxidative stress (OS) can promote diseases in the long term, but it can also trigger cellular adaptations in the short term. The present study aims to analyze whether a 3-month high-intensity (interval) training (HI(I)T) affects OS in 24 Masters swimmers (22–67 years) before (= basal) and after an all-out performance (swimming step-test). Data were analyzed for the entire group and differentiated according to sex and age (under 50 years (U50) and over 50 years (O50)). Prior to the HI(I)T intervention, a significant increase in OS from the basal to the all-out value was observed among the entire group and in the O50-subjects (subgroup analysis). Furthermore, significant increases in basal OS were evident for the entire group post-HI(I)T, but OS was only significantly increased in men in the subgroup analysis. No significant results were observed for women and U50-subjects. The response by Masters swimmers to HI(I)T depends on age and sex.

Dipl. Sportwiss. Janina Braun, Magd Masoud, Klara Brixius, Christian Brinkmann, Wiener Medizinische Wochenschrift 7/8/2016

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