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Die geernteten und gereinigten Arzneipflanzen mit kontrollierter Qualität von jedem Standort der Vertragslandwirte.

Rosmarin wirkt – neben Tausendgüldenkraut undLiebstöckelwurzel – bei Harnwegsinfekten.

Kontrollierter Anbau der selbst entwickeltenPflanzensorten für höchste Qualität.

Hochtechnisierte Produktion gewährleistet höchsteQualität der Endprodukte.

Systematisch wird die Suche nach neuen Naturwirkstoffen vorangetrieben.

Die spezielle Extraktion der Inhaltsstoffe der geernteten Arzneipflanzen erhält den hohen natürlichen Gehalt an Wirkstoffen.

© (7) Bionorica SE

Prof. Dr. Michael A. Popp, Eigentümer und CEO von Bionorica..

 
Allgemeinmedizin 5. Juli 2016

Bündnis von Natur & Wissenschaft

Pflanzliche Arzneimittel mit pharmakologisch nachgewiesener Wirksamkeit

Gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und wissenschaftliche Überprüfbarkeit sind auch im Bereich der pflanzlichen Arzneimittel möglich. Dafür hat das deutsche Familienunternehmen Bionorica auch eigene Verfahren und Instrumente entwickelt – und stützt sich mit seinen Forschungsaktivitäten auf starke Partnerschaften und optimal passende Rahmenbedingungen in Österreich. „Weg von der Erfahrungsmedizin, hin zur pharmakologisch nachgewiesenen Wirksamkeit“, lautet das Credo von Firmenchef Prof. Dr. Michael A. Popp. Seit kurzem ist Bionorica mit einer eigenen Vertriebszentrale auch in Wien vertreten.

Die Nachfrage nach pflanzlichen Arzneimitteln als nebenwirkungsarme Alternative zu synthetischen Medikamenten ist enorm. Dementsprechend groß ist das Angebot – mit unterschiedlicher Qualität. Der Vorteil der pflanzlichen Arzneimittel liegt auch in der komplexen Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe und dem dadurch breiten Wirkspektrum. Allerdings werden 90 Prozent der pflanzlichen Arzneimittel derzeit durch Wildsammlung gewonnen. Zusammensetzung und Wirkstoffmenge können hier variieren und eine gleichbleibende Wirksamkeit beeinträchtigen.

„Phytoneering“ als Unternehmens-Philosophie

Daher werden für die Bionorica-Arzneipflanzen speziell entwickelte, jedoch gentechnisch nicht veränderte, Sorten verwendet, die dann mittels Klonen mit den identischen genetischen Informationen vermehrt werden. „Wir haben die Naturvarianten im Griff“, konstatiert Popp. Die Vertragslandwirte verpflichten sich, die hohen Standards der Bionorica-Richtlinien einzuhalten und müssen über ein Öko-Zertifikat verfügen. Thymian für die eigene Produktion wurde übrigens bereits ab 1996 im Eigenanbau von Bionorica auf Mallorca gewonnen. In Ungarn werden in den Bionorica-Unternehmen Herbextract und Mediplant Pflanzen für Bionorica angebaut. Um bereits höchste Qualität der Rohstoffe und Extrakte an jedem seiner Standorte sicherzustellen, sorgt Bionorica für optimale Rahmenbedingungen in der Gewinnung des Ausgangsmaterials – vom Samen über den Anbau, die Ernte und die Nacherntebehandlung und schließlich die Verarbeitung der Extrakte.

Ebenso wurde für die Extraktion der Inhaltsstoffe der geernteten Arzneipflanzen ein eigenes Verfahren entwickelt. Dieses soll den Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe mit dem hohen natürlichen Gehalt an ätherischen Ölen und Flavonoiden in gleichbleibend höchster Qualität sicherstellen – Qualität, die der „gewachsenen Qualität“ entspricht. Die Natur wird also durch die Erkenntnisse der Forschung unterstützt: Dieses „Phytoneering“ findet bei Bionorica auf allen Stufen des Herstellungsprozesses statt und steht darüber hinaus für einen respektvollen Umgang mit Natur und Mensch.

Forschung als Firmentradition

Die ständige Verbesserung der bestehenden Produkte und Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten hat bei Bionorica eine lange Tradition. Schon in den 1980er Jahren begann man als eines der ersten Pharmaunternehmen ein pflanzliches Arzneimittel in kontrollierten doppelblinden Studien zu untersuchen. Vorstandsvorsitzender, Enkel des Firmengründers und Pharmazeut Prof. Dr. Michael A. Popp forcierte die Forschung in den 1990er Jahren in den Bereichen Anbau, Analytik, Pharmakologie, Toxikologie und Klinik und verankerte die firmeneigene Forschung mit der Gründung der Bionorica research GmbH 2005 auch in Innsbruck. Hier werden vor allem pflanzliche Wirkstoffe mittels modernster Analytik und Verfahrenstechnologie erforscht und isoliert.

Seit dem Jahr 2012 besteht nun eine fruchtbare Kooperation mit dem neu gegründeten Austrian Drug Screening Institute (ADSI) ebenfalls in Innsbruck. Gemeinsam möchte man vor allem die systematische Suche nach neuen Naturwirkstoffen vorantreiben, wobei derzeit beispielsweise mehr als 100 neue Heilpflanzen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei Lebererkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und dem metabolischen Syndrom analysiert werden. Damit habe sich Österreich als „Silicon Valley der Phytomedizin“ etabliert, stellt Popp fest.

Als großen Vorteil des österreichischen Standorts sieht er auch die drei Institute für Pharmakognosie an den Universitäten Wien, Graz und Innsbruck, auf deren Expertise man zurückgreifen kann. Weltweite Kooperationen mit Forschungsinstituten sichern dem Unternehmen eine Spitzenposition bei den pflanzlichen Arzneimitteln mit evidenz-basiertem Wirkungsnachweis. Die Forschungsinvestitionen des Unternehmens betragen heuer übrigens stolze 17 Prozent des Gesamtumsatzes von Bionorica.

Pflanzlich für die Atemwege

Thymian, Efeu und Primel oder Eisenkraut, Enzianwurzel, Holunderblüten, Sauerampferkraut und Schlüsselblumenblüten – in Österreich sind vor allem die beiden Atemwegsprodukte Sinupret® und Bronchipret® sehr beliebt, die die natürliche Abwehrreaktion des Körpers bei den meist viral bedingten Erkrankungen unterstützen. Wissenschaftlich nachgewiesen, lassen sich die Symptome damit deutlich bessern und die Krankheitsdauer verkürzen.

Mit der seit kurzem auch in Österreich verfügbaren Formulierung Sinupret® intens konnte die Wirksamkeit durch eine höhere Konzentration der Wirkstoffe weiter verbessert werden. Zur Anwendung bei Harnwegsinfekten soll in Kürze auch Canephron® auf den heimischen Markt kommen.

www.bionorica.de

Bionorica – im Kurzportrait

Mit dem Vertrieb von Naturheilmitteln und fast 400 verschiedenen Tee-Sorten gründete Josef Popp, der Großvater des heutigen Inhabers, Prof. Dr. Michael A. Popp, 1933 in Nürnberg Bionorica. Seine Kinder, die Pharmazeutin Erna Popp, und der Arzt mit naturheilkundlicher Ausrichtung Dr. Hans-Oskar Popp, übernahmen 1945 die Leitung und setzten bereits einen Schwerpunkt auf Forschung. So ist Bionorica eines der ersten Pharmaunternehmen, die ein pflanzliches Arzneimittel in kon-trollierten Doppelblindstudien testeten. 1989 wurde Popp Geschäftsführer der Bionorica GmbH, seit 2001, mit der Umwandlung von Bionorica in eine Aktiengesellschaft, fungiert Popp als Vorstandsvorsitzender. Bionorica ist heute weltweit vertreten und ist nicht nur in der Forschung sehr aktiv, sondern unterstützt auch die Kompetenz der Apotheken. Seit 2014 gibt es auf Mallorca das „Sa Canova“ als Heilpflanzenkompetenzzentrum und Fortbildungsstandort.

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