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Allgemeinmedizin 5. Juli 2016

Stark belastet: Knie bei Kindern mit Übergewicht

Die Knie haben viel zu tragen: Übergewicht in jungen Jahre erhöht das Risiko für frühe Gelenksabnützung beträchtlich. Ein physiotherapeutisches Trainingsprogramm für übergewichtige Kinder und Jugendliche soll Schäden möglichst vorbeugen.

Übergewicht kann Gelenke schädigen und erhöht das Risiko, frühzeitig eine Gelenksarthrose zu entwickeln, also unter „Gelenksverschleiß“ zu leiden. Etwa 17 Prozent der Kinder in Österreich sind übergewichtig, sieben Prozent leiden unter Adipositas – Tendenz steigend. Das Gewicht belastet bei jedem Schritt die Knochen und Gelenke und kann so zu Gelenksproblemen führen. Studien haben einen starken Zusammenhang zwischen Übergewicht und dessen negativen Auswirkungen auf biomechanische Abläufe beim Fortbewegen festgestellt.

Zunehmendes Problem mit dem Gewicht

In der Studie „Children’s KNEEs“ analysiert der Studiengang Physiotherapie der FH St. Pölten die veränderten biomechanischen Abläufe beim Fortbewegen von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Dabei kommt die Methode des „Motion Capturing“ aus der Produktion von Animationsfilmen zum Einsatz: Mit dieser Methode werden Bewegungen der einzelnen Körpersegmente im dreidimensionalen Raum erfasst und analysiert. „Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass spezifische Trainingsprogramme zur Verbesserung der neuromuskulären Kontrolle und der Muskelkraft dieser unphysiologischen Mehrbelastung entgegenwirken können. Die biomechanischen Mechanismen, die dahinter stecken, sind noch relativ unklar“, erklärt Projektleiter Brian Horsak, Sportwissenschaftler am Department Gesundheit der FH St. Pölten.

„Es gibt eine Vielzahl an Richtlinien für Trainingsprogramme zum Aufbau von Muskelkraft und zur Verbesserung der neuromuskulären Kontrolle, aber die meisten Programme richten sich nicht spezifisch an übergewichtige Kinder und Jugendliche“, so Physiotherapeutin Barbara Wondrasch, die im Projekt „Children’s KNEEs“ für die klinische Relevanz und das Trainingsprogramm zuständig ist.

Quelle: Presseaussendung Fachhochschule St. Pölten

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