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Allgemeinmedizin 5. Juli 2016

Vorsicht: Fehler!

Apotheker demonstrieren die richtige Anwendung von Medikamenten.

Viele Patienten haben Schwierigkeiten damit, Arzneimittel richtig anzuwenden. Besonders Senioren sehen und hören oft schlechter, zudem nimmt ihre Kraft in den Händen ab und die Feinmotorik lässt nach. Apotheker können die richtige Einnahme und Anwendung erklären und mit dem Kunden üben und damit die Wirksamkeit verbessern.

Probleme erkennen Apotheker oft erst, wenn sie sich vom Patienten zeigen lassen, wie er seine Medikamente zuhause anwendet. Grundsätzlich haben Apotheker verschiedene Möglichkeiten, Probleme bei der Anwendung zu lösen. „Neben praktischem Demonstrieren und gemeinsamem Üben kann der Apotheker seinen Patienten verschiedene Serviceleistungen anbieten“, stellt Dr. Wolfgang Kircher, Apotheker und Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), fest.

Der Apotheker kann Präparate – soweit erforderlich – in einen gebrauchsfertigen Zustand bringen, etwa durch das Lösen von Versiegelungen oder Erstöffnungssicherungen. Bei einigen Arzneimitteln, wie z.B. Pulverinhalatoren mit Wirkstoffkapseln, erfordert das Zusammendrücken relativ viel Kraft in den Händen. Fehlt diese alters- oder krankheitsbedingt, kann der Apotheker demonstrieren, wie sein Patient durch eine Veränderung der Griffposition mehr Kraft aufbringt. Außerdem kennt der Apotheker verschiedene mechanische Hilfsmittel, die z.B. das Aufdrehen von Schraubverschlüssen erleichtern.

Bei einigen Arzneimitteln für ältere Patienten kann auch ein Präparatewechsel notwendig sein. Beispiel Augentropfen: Einige Fläschchen aus Kunststoff lassen sich nur schwer, andere sehr viel leichter zusammendrücken. Wenn die Kraft in den Händen gering ist, kann der Apotheker pharmazeutische Bedenken anmelden und das verordnete durch ein wirkstoffgleiches Präparat ersetzen.

Quelle: ABDA

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