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Allgemeinmedizin 5. Juli 2016

Medikationssicherheit

Mehr Bewusstsein für Patientensicherheit durch internationalen Aktionstag

„Medikationssicherheit“ steht beim 2. Internationalen Tag der Patientensicherheit am 17. September 2016 im Mittelpunkt. Der Aktionstag möchte mehr Bewusstsein für die Risiken bei der Anwendung von Medikamenten schaffen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Unter dem Motto „Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden“ sind Krankenhäuser, Pflegeheime, Apotheken, Rehabilitationszentren sowie Organisationen und Verbände des Gesundheitswesens aufgerufen, zu zeigen, wie sich entsprechende Gefahren für Patienten möglichst gering halten lassen.

Mehr Spitalsaufenthalte durch UAW

Falsch dosierte oder eingenommene Medikamente, versehentlich am falschen Ort infundierte Wirkstoffe, oder eine Kombination verschiedener Arzneimittel mit ungünstiger Wechselwirkung: Fehler bei der Medikamentengabe sind die häufigste Ursache von sogenannten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW). Die Folgen reichen von leichten Gesundheitsstörungen bis hin zum Tod der Patienten. UAW sind verantwortlich für fünf Prozent aller Einweisungen in Krankenhäuser – und enden bei etwa zwei Prozent der Betroffenen tödlich. Etwa jede zweite UAW gehe auf Medikationsfehler zurück, sei also grundsätzlich vermeidbar, so die Veranstalter des Aktionstags.

Ältere Patienten erleiden häufiger UAWs, weil sie krankheitsbedingt oft mehr Medikamente einnehmen. Zudem verändert sich ihr Stoffwechsel altersbedingt, was die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten beeinträchtigen kann. Neben der gesundheitlichen Schädigung der Patienten belasten Medikationsfehler durch ihre Folgekosten auch das Gesundheitssystem.

„Diese Problematik wird sich durch den demographischen Wandel mit einer alternden Gesellschaft weiter verschärfen“, stellen Hedwig François-Kettner, vom Aktionsbündnis Patientensicherheit – APS, Dr. Brigitte Ettl, von der Plattform Patientensicherheit Österreich, und Prof. Dr. Dieter Conen von der Stiftung für Patientensicherheit in der Schweiz, fest. Gleichzeitig werden die Abläufe in der Gesundheitsversorgung immer komplexer. Unerwünschte Ereignisse lassen sich trotz aller Sorgfalt nie ganz vermeiden, die Risiken bei der Gabe von Arzneimitteln sollten aber so gering wie möglich gehalten werden.

Quelle: Presseaussendung Österreichische Plattform Patientensicherheit

www.patient-safety-day.org,

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