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Allgemeinmedizin 1. Juni 2016

Schutz der Reiselust

Die richtig bestückte Reiseapotheke vermeidet getrübte Freuden.

Trotz weltweiter Wirtschaftskrisen, trotz Terrorgefahr und Wertverlust des Euros: Die Reiselust ist nach wie vor groß. Für ungetrübte Urlaubsfreuden ist eine sorgfältig und individuell zusammengestellte Reiseapotheke ein wichtiger Beitrag. Zu Urlaubszeiten lässt sich das entsprechende Sortiment für die Reiseapotheke deutlich herausstellen und die Kundenbindung stärken.

Pflichtprogramm. Was in die Reiseapotheke gehört, hängt von einer Reihe von Faktoren ab: vom Alter der Reisenden, vom Reiseziel und der Art des Reisens. Kinder und ältere Menschen haben andere gesundheitliche Bedürfnisse als Menschen mittleren Alters, Treckingtouristen müssen andere Produkte einpacken als Familien, die ihren Urlaub im Strandhotel verbringen. Und wer nach Afrika oder Asien fliegt, wird sich anders vorbereiten als Reisende, die im Lande bleiben. Dessen ungeachtet weist eine gut sortierte Reiseapotheke immer eine gewisse Standardausrüstung auf. Dazu gehören: Produkte für die Erste Hilfe auf Reisen (Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Wundsalbe), Schmerztabletten, Erkältungsmittel, Produkte für Magen und Darm (Antidiarrhoika, Laxanzien), Sonnenschutzmittel und Insektenschutz.

Ergänzend beraten. Kompetente Beratung gilt im Hinblick auf Impfungen (u. a. FSME, Hepatitis) ebenso wie für Prophylaxemaßnahmen oder das richtige Verhalten am Urlaubsort bzw. bei gesundheitlichen Problemen. Vor allem Last-Minute-Schnäppchen verleiten Touristen gerne dazu, spontan zu Fernreisezielen aufzubrechen. Dabei verlangen gerade exotische Länder im Hinblick auf die Gesundheit eine sorgfältige Planung. Bei Reisezielen wie Thailand, Vietnam, Kenia, Myanmar oder Indien, die Urlauber immer stärker ansteuern, sind einige Landesteile als Malariagebiete eingestuft. Besondere Schutzmaßnahmen sind hier unerlässlich. In der Beratung von Apothekenkunden mit diesem Reiseziel sollte deshalb der Hinweis auf Schutzmaßnahmen wie Kleidung, Repellenzien, Moskitonetze und eine Malariaprophylaxe bzw. das Mitnehmen eines Stand-by-Medikaments für den Krankheitsfall nicht fehlen.

Gesundheitstipps. Empfehlungen zum richtigen Verhalten auf Reisen und im Urlaub ergänzen die Beratung. Sie reichen vom Hinweis auf Stütz-(Knie-)strümpfe, die bei langen Autofahrten oder Flugreisen die Venen entlasten, bis zu Tipps für das richtige Verhalten im Urlaubsland, um z. B. Magen-Darm-Infektionen vorzubeugen. Wichtig ist auch die Nachfrage, ob der Reisende ausreichend mit regelmäßig einzunehmenden Medikamenten versorgt ist und ob das Urlaubsziel zu einer Zeitverschiebung führen könnte (Medikamenteneinnahme!). Abschließen lässt sich das Gespräch mit Tipps zur richtigen Lagerung der Arzneimittel auf der Reise und im Urlaubsland.

SpringerMedizin

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