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Allgemeinmedizin 1. Juni 2016

Wissen aus Tibet

Transkultureller Austausch fördert Qualität und Wissen.

Sowohl die tibetische als auch die europäische traditionelle Medizin gehen nach dem Prinzip der Ganzheitsmedizin vor. Hier wie dort ist das Bedürfnis des modernen Menschen, als Gesamtheit gesehen zu werden – und Gesundheit zu erhalten.

Die Geschichte der tibetischen Medizin geht bis in das 6./7. Jahrhundert zurück und sie entwickelte sich im regen Austausch mit den Nachbarländern. Eines der beiden großen tibetischen Medizininstitute, das Men-Tseeh-Khang, das nach der Annexion Tibets durch China seinen Sitz im nordindischen Dharamsala genommen hat, feiert heuer sein 100jähriges Bestehen. Bei der Jubiläumskonferenz im vergangenen April wurde unter anderem das Projekt RATIMED präsentiert, das unter österreichischer Leitung die traditionelle tibetische Arzneimittelindustrie als moderne und transnationale Entwicklung untersucht.

Etwa die Hälfte der tibetischen Exilbevölkerung nützt die traditionelle tibetische Medizin, in vier asiatischen Ländern – Tibet/China, Indien, Bhutan und der Mongolei – ist sie offiziell anerkannt und die Arzneimittel unterliegen der Rezeptpflicht. Hergestellt werden die hoch komplex wirksamen Präparate meist in den klinikeigenen Apotheken. Im Men-Tsehh-Khang erfolgt dieser Prozess nach regional qualitätskontrollierten Kriterien, wie der wissenschaftliche Leiter von RATIMED, der Medizinanthropologe Dr. Stephan Kloos, berichtet. Die Qualitätskontrolle erfolgt durch einen Chemiker, der Produktionsablauf ist standardisiert. Bis 2019 sollen im Rahmen des Projekts die Rahmenbedingungen der tibetischen Arzneimittelproduktion untersucht werden. Erste Ergebnisse werden in einem Jahr erwartet. (www.ratimed.net)

Für den europäischen Markt widmet sich die Schweizer Firma Padma seit Ende der 1960er Jahre der Erforschung der tibetischen Medizin und der Verarbeitung der Bestandteile nach internationalen Standards. Als erste Rezeptur aus einer asiatischen Medizintradition wurde PADMA Circosan® vor fünf Jahren in Österreich als Arzneimittel zugelassen – und damit auch als erstem EU-Land.

Quelle: Pressegespräch PADMA Österreich, April 2016, Wien

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