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© Deutinger (2)
Prof. Maria Deutinger im Einsatz für das Balsam Projekt.

Chirurgische Behandlung von kriegsverletzten syrischen Flüchtlingen.

 
Allgemeinmedizin 16. April 2016

„Balsam“ – Trost im Elend

Die Arab Women’s Association in Austria organisiert Hilfe im türkisch-syrischen Grenzgebiet.

Wenige Monate nach dem Ausbruch der Gewalt in Syrien und dem Einsetzen der ersten Flüchtlingsströme im Land selbst und in die angrenzenden Staaten, rief die „Arab Women’s Association in Austria“ das Projekt „Balsam“ ins Leben. Ziel ist die medizinische und soziale Betreuung von Frauen und Kindern, die als Flüchtlinge im türkisch-syrischen Grenzgebiet in Antakya/Kilis/Haji Basha leben.

Neben dem direkt an der Grenze befindlichen Containerspital, in dem von syrischen Ärzten vorort Kriegsverletzte versorgt werden, bietet eine Ambulanz für Frauen nun medizinische Versorgung und einen Raum für Treffen. In regelmäßigen Abständen reisen Teams aus Ärzten, Sozialarbeitern, Pädagogen und Kunstvermittlern für etwa eine Woche in die Region und versuchen, den traumatisierten vor allem Frauen und Kindern Freude, Hoffnung und Lachen und damit eine Perspektive zu geben. Gleichzeitig bilden sie lokale Partner-Aktivisten aus, um eigenständige Programme wie Traumakurse fortführen zu können. Ebenso werden medizinische Behandlungen und Schulungen und Psychotherapien durchgeführt. Eine der österreichischen medizinischen Teilnehmerinnen am Projekt „Balsam“ ist die plastische Chirurgin Prof. Dr. Maria Deutinger, die im vergangenen Herbst bereits schwerverletzte Kriegsopfer behandelte. Beim jüngsten Einsatz Anfang April, „Balsam 9“, war sie wieder im Team unter Führung der Initiatorin von „Arab Women’s Association in Austria“ und „Balsam“, Maria Therese Kiriaki, dabei. Der nächste Einsatz in größerer Zusammensetzung erfolgt im kommenden Juli.

Einen Eindruck zur Situation und Arbeit von Balsam geben kurze Filme, die auf YouTube zu sehen sind, z.B. Balsam 8:

http://bit.ly/1o6d3j7 oder Balsam 7:

http://bit.ly/1Zs9YHT

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