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Allgemeinmedizin 23. März 2016

Linderung, wenn die Blase brennt

Harnwegsinfekte sind nicht nur eine weibliche Domäne, Durchspülen hilft.

Etwa die Hälfte aller Frauen machen im Laufe ihres Lebens eine Harnwegsinfektion durch. Die Zielgruppe für entsprechende Informationen ist also groß, ebenso der Informationsbedarf.

Mit einer Aktion rund um dieses Thema wird eine Apotheke also durchaus auf Resonanz stoßen - und das nicht nur bei Stammkunden oder -kundinnen: Eine fundierte Beratung zu einem derart relevanten Thema eignet sich bestens dafür, Neukunden auf die Apotheke aufmerksam zu machen.

Harnwegsinfektionen zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten in unseren Breiten, zudem erkranken Betroffene oftmals mehrfach in ihrem Leben. Auslöser sind pathogene Keime im Harntrakt, am häufigsten betroffen ist die Blase. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, hängt ab von Alter und Geschlecht. So sind Frauen wegen der kürzeren Harnröhre deutlich häufiger betroffen als Männer, mit dem Alter nimmt bei Mann wie Frau das Infektionsrisiko zu. Grund dafür ist bei Männern eine Prostatavergrößerung und bei Frauen die veränderte vaginale Flora bedingt durch die hormonellen Umstellungen in den Wechseljahren. Ein erhöhtes Risiko zu erkranken haben zudem Schwangere, Diabetiker und Patienten mit einem Katheter. Neben Brennen beim Wasserlassen ist häufiger Harndrang eines der typischen Symptome einer Zystitis.

Zwei Liter täglich spülen die Keime hinaus

Bereits beim allerersten Verdacht auf einen Harnwegsinfekt sollten die Empfehlung gegeben werden, mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Dadurch ist der Körper in der Lage, die unerwünschten Keime aus dem Harntrakt zu spülen. Darüber hinaus haben sowohl in der Prophylaxe als auch in der Therapie pflanzliche Mittel eine lange Tradition. Die verwendeten Drogen können unterschiedliche Effekte aufweisen, wie eine harntreibende (diuretische) Wirkung, einen krampflösenden (spasmolytischen) Effekt, Entzündungshemmung oder eine Desinfektion des Harntrakts. Zeigt die Therapie keinen zeitnahen Erfolg, sollte unbedingt zum Arztbesuch geraten werden, damit es nicht zum Aufsteigen der Erreger und nachfolgenden Komplikationen kommt.

Beratung und Information gehören in jedem Fall zu einer Aktion. Ein Vortrag zum Thema – durchgeführt z.B. mit einem ortsansässigen Urologen – liefert Betroffenen das notwendige Hintergrundwissen dazu, wie es zu Harnwegsinfektionen kommt, zu Selbstmedikation und Prävention. Abrunden kann den Vortragsabend eine Verkostung (Tees,Cranberries), sie kann darüber hinaus während der Aktion auch in der Apotheke selbst stattfinden. Nicht fehlen dürfen zudem gedruckte Informationen rund um die Behandlung des Infektes wie auch zur Prävention in Form von Handzetteln und Broschüren, sowie Infos auf der Website.

Springer Medizin

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