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Allgemeinmedizin 3. März 2016

Brennpunkt Adipositas: what gender has to do with …!

Obesity is increasing worldwide in both sexes and a challenge for health professionals and the health care system. Women have more subcutaneous fat and are more insulin sensitive while men have more visceral and liver fat and higher cardiovascular risk. Women more often show the metabolically healthy obese phenotype than males. However, with increasing BMI the risk for type 2 diabetes and cardiovascular diseases increases more dramatically in women compared to males. Obese women suffer more from weight-related problems, have a higher rate of depression and seek more often medical help to reduce weight. Both biological factors and psychosocial factors contribute to the disease and interact with each other. In this special edition of the journal sex and gender aspects in prevention, treatment and development of complications will be discussed, as proposed by the Austrian Obesity Association. Data available from the Austrian population will be included in the Austrian Gender Obesity Report.

Adipositas nimmt weltweit zu und hat sich seit den 1980er-Jahren mehr als verdoppelt. Die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung ist mittlerweile übergewichtig oder adipös. Laut der Weltgesundheitsorganisation waren 2014 bereits 39 % der Männer und 40 % der Frauen übergewichtig und 11 % der Männer und 15 % der Frauen adipös. International steigt sowohl die Rate an jungen Frauen mit Adipositas, darunter auch jener mit einem Vollbild des metabolischen Syndroms, als auch die Prävalenz der Adipositas bei älteren Frauen. Die Fettverteilung unterscheidet sich bei jüngeren Menschen ab der Pubertät deutlich zwischen den Geschlechtern, wobei Männer – unabhängig vom Gewicht – mehr viszerales und mehr Leberfett aufweisen, niedrigere Adiponektinspiegel und eine ausgeprägtere Insulinresistenz zeigen und dadurch auch durch ein höheres kardiovaskuläres Risiko als Frauen charakterisiert sind. Frauen weisen deshalb auch öfter einen „metabolisch gesunden Übergewichtstyp“ auf als Männer, wobei aber auch in diesen Fällen oft im weiteren Verlauf eine Progression in die „metabolisch ungesunde Variante“ stattfindet. Nach der Menopause und dem Östrogenverlust nimmt jedoch auch bei Frauen das Bauch- und Leberfett zu und sie gleichen sich mehr dem männlichen Bild der Fettverteilung an. Gleichzeitig steigt auch ihr kardiovaskuläres Risiko stärker an als das bei Männern gleichen Alters. Allerdings haben Frauen auch mehr braunes Fettgewebe, das auch eine höhere Aktivität aufweist, als dies bei Männern der Fall ist, was in Zukunft möglicherweise auch therapeutisch genutzt werden kann.

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