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Allgemeinmedizin 25. Jänner 2016

Verstopfung: Nicht nur eine Lebensstilfrage

Dauerhafte Verstopfung kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und sollte fachgerecht therapiert werden. Nicht immer hilft eine Umstellung des Lebensstils.

Bei chronischer Verstopfung ist eine dauerhafte medikamentöse Behandlung oft unumgänglich. Basis sind Allgemeinmaßnahmen wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffreiche Ernährung sowie Bewegung. Reicht das nicht aus, können zusätzliche Ballaststoffe wie Flohsamen(schalen) oder Weizenkleie eingenommen werden. In der nächsten Stufe kommen Medikamente hinzu, die im Darm Wasser binden und den Darminhalt dadurch weicher und voluminöser machen. Eingesetzt werden dafür u.a. die Arzneistoffe Macrogol, Bisacodyl und Natriumpicosulfat. Reichen diese Abführmittel nicht aus, kann der Arzt rezeptpflichtige Abführmittel verordnen.

Auch wenn die Frequenz des Stuhlgangs so unterschiedlich ist, wie die Menschen selbst, wird von einer chronischen Verstopfung gesprochen, wenn über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten drei oder weniger Stuhlgänge pro Woche die Regel sind und wenn andere Beschwerden wie harte Stühle oder heftiges Pressen hinzu kommen. Die für eine vollständige Entleerung des Darms notwendige Stuhlmenge wird von Patienten meist überschätzt: Normal ist eine Menge von 150 bis 200 Gramm, das entspricht etwa dem Inhalt eines kleinen Joghurtbechers.

Krankheitsursachen für eine chronische Verstopfung reichen von einer Parkinson-Erkrankung, über Nervenschäden und Schlaganfall bis zu Krankheiten, die die Bewegungsfähigkeit einschränken, wie starke Schmerzen oder rheumatische Veränderungen. Verstopfung kann auch eine Nebenwirkung sein, z.B. von starken Schmerzmitteln, Antidepressiva oder Entwässerungsmitteln.

Quelle: abda

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