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Allgemeinmedizin 21. Dezember 2015

Palliativmedizin

Fragestellungen am Lebensende sind komplex und reichen über den medizinischen Kontext hinaus. Dieses Themenheft der wiener medizinischen wochenschrift verweist auf die aktuellen Themen eines Österreichischen Diskurses zu Fragen am Lebensende innerhalb der bestehenden strukturellen Bedingungen des Gesundheitssystems.

Weber et al. beziehen sich in ihrem Artikel zu schwierigen Entscheidungen in der Herzchirurgie unter Hochrisikobedingungen. In einem Prozess des shared-decision-making angesichts einer Grenzsituation der Machbarkeit und Nützlichkeit ziehen sie erstmals das von Strasser für die Onkologie entwickelte 7-p-Modell zur Bewertung von invasiven medizinischen Maßnahmen für eine konkrete kardiochirurgische Fragestellung heran. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Entscheidungen am Lebensende außerhalb der Onkologie komplexer sind, da auch die Bedürfnisse der betroffenen PatientInnen und die Güterabwägung im Rahmen der Indikationsstellung heterogener sind. Hier berühren die Autoren die brennenden Bedingungen, die bei vielen Menschen zur Übertherapie am Lebensende führen. Die bestehende Rechtskultur Österreichs hat eine bahnende bzw. begünstigende Wirkung hinsichtlich Übertherapie am Lebensende.

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