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Allgemeinmedizin 5. August 2005

Neue Operation beim Schlafapnoe-Syndrom

An zwei Patienten wurde im Jänner im Wilhelminenspital erstmalig in Mitteleuropa erfolgreich eine neuartige Operationsmethode gegen das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (Schnarchen mit Atemstillstand) durchgeführt.

Bei der neuartigen Operationsmethode handelt es sich medizinisch betrachtet um einen relativ kleinen Eingriff, der jedoch für die Betroffenen nicht nur eine erhebliche Verbesserung der Lebens- und Schlafqualität, sondern auch der Lebenserwartung bedeutet. „Durch das nächtliche Schnarchen kommt es mehrere Male zum Atemstillstand, was einerseits zu einem Sauerstoffmangel und andererseits zur Ausschüttung von Stresshormonen führt“, erklärt Prim. Dr. Michael Arnoldner von der HNO-Abteilung des Wilhelminenspitals der Stadt Wien, der die Operationen durchführte. Folgen des Schnarchens seien extreme Müdigkeit aufgrund der beeinträchtigen Erholung während des Schlafes, aber auch Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfälle oder Herzinfarkte konnten beobachtet werden.
Während bisherige Standardoperationen oftmals nur geringe Erfolge bei den Betroffenen gezeigt haben, liegen für die in Mitteleuropa neuartige OP-Methode in den Vereinigten Staaten in der Zwischenzeit außerordentlich gute Ergebnisse vor. Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom entsteht durch ein Zusammenfallen der Weichteile des Rachens während des Schlafes. Bei der aus den USA stammenden OP-Methode wird ein Faden durch die Zunge gezogen und ein zweiter um das Zungenbein. Beide Fäden werden mit einer kleinen Titanschraube am Unterkiefer befestigt. Faden und Schraube werden im Wachzustand vom Patienten nicht bemerkt, verhindern jedoch im Schlaf das Zusammenfallen der Weichteile. Die Eingriffe dauerten jeweils etwa eine Stunde, die beiden Patienten waren nach wenigen Tagen schmerzfrei. Der Behandlungserfolg wird sich in einigen Wochen beurteilen lassen.

Nähere Informationen:
HNO-Abteilung
Wilhelminenspital der Stadt Wien
Tel: 01/ 49150/3904

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