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Allgemeinmedizin 5. August 2005

Informationsdrehscheibe Internet

Vom Schicksalsschlag "Sucht" Betroffene finden sich rasch gesellschaftlich isoliert. Die anonyme Kommunikationsmöglichkeit via E-Mail und rund um die Uhr verfügbare Informationen wirken als unmittelbare und langfristig wirkende Tabubrecher. Auch in Österreich gibt es in diesem Bereich daher kaum mehr Einrichtungen, die auf den Betrieb einer eigenen Homepage verzichten wollen. Das heimische Angebot ist vielfältig und gut. BAS - Steirischer Verein für 

Suchtkrankheiten www.bas.at 

Der BAS - Steirischer Verein für Suchtkrankenhilfe ist ein privater Verein, der in der Steiermark derzeit neun Beratungsstellen betreibt und damit den größten Träger ambulanter Suchtberatung und -therapie in der Region darstellt. Die Vereinstätigkeit umfasst auch die Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens. Die BAS-Homepage bietet eine Online-Beratung an, die jedoch so stark frequentiert wird, dass Suchtkranke für eine Antwort Wartezeiten von bis zu drei Wochen in Kauf nehmen müssen. Für dringende Fälle ist nach wie vor das Telefon Kommunikationsweg erster Wahl.

Institut für Suchtprävention: www.praevention.at 

Als Fachstelle für Suchtprävention in Oberösterreich ist das in Linz ansässige Institut für Suchtprävention für folgende Aufgaben zuständig: Längerfristige Qualitätssicherung und -entwicklung bezüglich suchtpräventiver Aktivitäten; Koordinierung der suchtpräventiven Aktivitäten in Oberösterreich; Initiierung, Begleitung bzw. Durchführung von Suchtpräventions-Projekten; Ausbildung von Multiplikatoren, "Schlüsselpersonen"; Sensibilisierung zum Thema Sucht mittels Öffentlichkeitsarbeit; Lobbying für Interessen der Suchtprävention. Die vom Institut betriebene Homepage ist überaus informativ und bestens gestaltet. Die in die Bereiche Suchtpräventionsstellen, Suchtforschungsstellen, Fachbereiche (Schule, Jugend, Familie, Arbeitswelt, Gemeinde) und Suchtmittel (Überblick; Alkohol, Nikotin, Ecstasy, Cannabis; sonstige Süchte) gegliederte Link-Liste ist äußerst hilfreich.

Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen: www.oebig.at 

Der Arbeitsbereich Drogen des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen (ÖBIG) hat sich die Mitarbeit bei nationalen und internationalen Projekten, Qualitätssicherung im Drogenbereich und die Beobachtung der Drogensituation als Schwerpunktbereiche der eigenen Tätigkeit gewählt und den aktuellen Stand der Aktivitäten im Internet publiziert (Klick auf "Arbeitsbereiche" und dann "Drogen"). Wichtig auch der Link zur "European Legal Database on Drugs" (www.emcdda. org). Diese benutzerfreundliche Datenbank bietet verlässliche und aktuelle Informationen, Analysen und Trends zu nationalen Gesetzen, Regelungen und ihrer Anwendung in der EU und Norwegen.

drogenhilfe.at: www.drogenhilfe.at 

Zum Tätigkeitsbereich des "Fonds Soziales Wien - Suchtprävention und Koordination der Suchtkrankenhilfe" zählt der Betrieb der Homepage "drogenhilfe.at". Das Informationsangebot ist reichhaltig. Besonders hervorzuheben ist das Expertenforum, in dem folgende Fachleute zur Beantwortung von Fragen bzw. für einen via Internet geführten Dialog zur Verfügung stehen:

  • Prim. Dr. Wilhelm Burian (stationäre Psychotherapie, Therapiekonzepte, Psychotherapie für Drogenabhängige)
  • Dr. Alexander David (Substitutionsbehandlung, ambulante Betreuung von Suchtkranken)
  • Erich Divis (amb. Psychotherapie bei Substitutionspatienten)
  • DSA Silvia Franke (Vernetzung sozialer und pädagogischer Berufsgruppen sowie über- und internationale Zusammenarbeit im Bereich präventiver Bildungsarbeit)
  • Peter Hacker (Drogenpolitik, Organisation und Management von drogenpolitischen Maßnahmen)
  • Dr. Sabine Haas (Europäische Kooperationen im Drogenbereich, Überblick über die Drogensituation auf österreichischer und EU-Ebene)
  • Prim. Dr. Peter Hermann (Erstellen von individuellen Therapiekonzepten)
  • Dr. Ewald Höld (Entzugsbehandlung, Begutachtungen, Therapie im Strafvollzug)
  • Engelbert Horwath (Jugendszene, Peers-Projekte)
  • Dr. Peter Jedelsky (Leiter des Fanbetreuungsprojektes der Wiener Polizei; zuständig für alle Fragen im Zusammenhang mit abgängigen Minderjährigen; Einvernahme von Kindern, die Opfer von Sexualdelikten geworden sind [mit Videoaufnahme])
  • Harald Kriener (Sekundärprävention; neue synthetische und legale, natürliche psychoaktive Substanzen)
  • DSA Harald Lederer (Beratung von Angehörigen, Sucht und Migration, Integration in den Arbeitsmarkt)
  • Mag. Eva Mitterbauer (allgemeine Gesundheitsförderung; psychische, physische, soziale Gesundheit)
  • DSA Gerhard Schinnerl (Planung und Management von sozialtherapeutischen Maßnahmen im Suchtbereich, ambulante Beratung und Betreuung)
  • Univ.Prof. Dr. Rainer Schmid (Drogenanalytik)
  • Dr. Dan Seidler (Behandlung von Vergiftungen, Drogenvergiftungen, -überdosierungen)
  • Univ.Prof. Dr. Alfred Springer (Psychopharmakologie [Drogeneffekte], Präventionsforschung, Psychotherapie, Drogengebrauch und populäre Kultur)
  • Dr. Wolfgang Werdenich (Therapie statt Strafe, Selbstheilungsaspekte)

Fein auch der Überblick, der über die Seite "häufig gestellte Fragen" vermittelt wird.

Informations- und Präventionskampagne über Essstörungen
www.magwien.gv.at/frauengesundheit/wike.htm 

Gute Übersicht, Auflistung der Kennzeichen für Magersucht und Bulimie sowie Angabe Hotlines, Ambulanzen und Selbsthilfegruppen im Raum Wien.

Anton-Proksch-Institut www.api.or.at 

Die sehr schön gestaltete Homepage des Anton-Proksch-Instituts in Wien-Kalksburg gibt in erster Linie Auskunft über das Therapiezentrum für Alkohol- und Medikamentenabhängige selbst. Für Hintergrundinformationen ist eine Link-Liste online, die zu nationalen und internationalen Sucht-spezifischen Homepages verbindet.

ChEckiT! www.checkyourdrugs.at 

Als Koproduktion des Vereins Wiener Sozialprojekte, des Klinischen Institutes für medizinische und chemische Labordiagnostik - AKH Wien sowie der Drogenkoordination der Stadt Wien wurde die Initiative "ChEckiT!" ins Leben gerufen. Haupttätigkeitsbereiche: Informationsvermittlung, Beratung und Drugchecking; Durchführung wissenschaftlicher Studien, Teilnahme an internationalen Projekten, Beobachtung neuer Entwicklungen und Bedürfnisse im Bereich der Techno- und Raveszene.

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