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Allgemeinmedizin 23. März 2015

„Wenn Optimismus zur Selbstverständlichkeit wird“

Die Gesundheitsreform ist mit ambitionierten Vorhaben angetreten: Mehr Effizienz, umfassende Versorgung für alle und das bei gleichbleibender oder noch verbesserter Qualität. Eine der strategischen Säulen ist die bessere Vernetzung der Gesundheitsberufe vor allem im ambulanten Bereich. Angesichts der scheinbar nun doch stattfindenden Einhaltung der EU-Arbeitszeitrichtlinie für Ärzte im Krankenhaus und den damit teilweise verbundenen Personalkürzungen wird die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung wohl nur mit einer funktionierenden Patientenbetreuung im ambulanten Bereich und einer Stärkung der sogenannten Primary Care also im Vorfeld des Spitals möglich sein.

Das wird wohl auch zu neuen Kooperationsformen, einer Verbesserung der gegenseitigen Wertschätzung zwischen den Berufsgruppen und einer Anpassung der Aufgabenverteilung an die realen Gegebenheiten führen. In Deutschland erprobt man derzeit beispielsweise auch mit einem berufsübergreifenden Medikationsplan eine optimierte Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apotheker im niedergelassenen Bereich. In Österreich haben sich auf Bundesebene Apotheker und Gesundheits- und Krankenpflege zum ersten Mal mit einer gemeinsamen Fortbildung zum Thema pharmazeutische Geriatrie erfolgreich angenähert. Das Echo in den Berufsgruppen ist positiv – nun gilt es, den Optimismus zur Selbstverständlichkeit zu machen

meint Ihre

Verena Kienast

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