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Allgemeinmedizin 2. März 2015

Projekt PRIMA

Heilberufsübergreifender Medikationsplan für Deutschland in Erprobung

Mit einem neuen Projekt will die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände das berufsübergreifende Medikationsmanagement verbessern. PRIMA soll die Erstellung eines elektronischen Medikationsplans für Patienten gemeinsam durch Arzt und Apotheker ermöglichen.

Das Primärsystem-Integration des Medikationsplans mit Akzeptanzuntersuchung, so die Auflösung des Akronyms PRIMA, untersucht, wie sich elektronisch erstellte Medikationspläne in den Arbeitsalltag von Ärzten und Apothekern integrieren lassen.

Auch Patienten werden befragt

Durchgeführt wird das Projekt, in dessen Rahmen auch die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Medikationsplans durch Patienten untersucht wird, ab heuer in Sachsen und Thüringen für zwei Jahren. Der patientenbezogene Teil wurde bereits gestartet. Der Medikationsplan soll eine individuelle, leicht verständliche Auflistung aller Medikamente enthalten, die der Patient einnimmt. Bei der Erstellung, Überprüfung und Aktualisierung werden Ärzte und Apotheker auch heute längst durch Computerprogramme unterstützt.

Die technische Zusammenarbeit ist noch mangelhaft

Als problematisch erachtet die ABDA, dass die Primärsysteme der beteiligten Heilberufe technisch noch nicht miteinander kommunizieren können. „Wenn Arzt und Apotheker eine gemeinsame technische Basis hätten, würde das die Akzeptanz des Medikationsplans erhöhen. Wir wollen eine praxisnahe Lösung finden im Sinne eines best-practice-Beispiels zwischen einem Apotheken- und einem Praxisverwaltungssystem“, so ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Die Softwareanbieter seien bei der Entwicklung noch zurückhaltend. Ein gemeinsamer elektronischer Medikationsplan, wie er über PRIMA entwickelt wird, kann die Zusammenarbeit vereinfachen.

Quelle: abda

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