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Allgemeinmedizin 15. Dezember 2014

Schmerzvariationen

Unterschiede bei Mann und Frau

Fett- und Muskelgewebe sind bei Mann und Frau im allgemeinen unterschiedlich verteilt. Die dadurch bedingte unterschiedliche Gewebsverteilung von Medikamenten führt auch zu einem unterschiedlichen Schmerzempfinden zwischen den Geschlechtern.

Hormonelle Schwankungen, schlechtere Wirksamkeit von Schmerzmedikamenten aber auch eine andere, nicht zuletzt psychisch bedingte Schmerzverarbeitung machen Frauen sensibler und lassen sie Schmerz meist stärker empfinden.

„Frauen gehen bereits bei geringen Schmerzen zum Arzt“, stellt Prof. Wilfried Ilias, Anästhesiologe aus Wien, fest. Daher können bestimmte Krankheiten, die als Frühsymptome mit Schmerzen verbunden sind, bei Frauen früher diagnostiziert und behandelt werden. Männer „verschleppen Krankheiten unnötig aufgrund einer gewissen Ignoranz“, so Ilias. Manche mit Schmerz verbundene Krankheiten haben eine wesentlich größere Häufigkeit bei einem Geschlecht. Auch reagieren Frauen stärker auf Unterstellungen einer übertriebenen Schmerzdarstellung – und fühlen sich dann missverstanden.

Quelle: Pressegespräch 8. Wiener Schmerztags, 14. 11. 2014

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