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Allgemeinmedizin 14. November 2014

Achtung! Arzneimittelfälschungen

Lukrativ, kriminell und gesundheitsgefährdend

Bis zu elf Milliarden Euro investiert die pharmazeutische Indus-trie europaweit in Fälschungsschutz. Mit Hochdruck wird an innovativen Modellen gearbeitet, um die Fälschungssicherheit der Produkte zu erhöhen.

Denn, so Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig: „Die Gefahr, die von Arzneimittelfälschungen ausgeht, ist enorm, sowohl für die Gesundheit der Patienten, die Fälschungen statt Originalprodukte erhalten, als auch für die pharmazeutische Industrie. Gefälschte Arzneimittel sind eine globale Bedrohung.“ Umso wichtiger sei daher das gemeinsame Vorgehen von Indus-trie, ihren Partnern in der Vertriebskette und den Behörden.

Sicherheitsmerkmale zum Schutz der Originale

Die EU-Richtlinie 2011/62/EU zur „Verhinderung des Eindringens von gefälschten Arzneimitteln in die legale Lieferkette“ stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Fälschungen dar. Sie sieht unter anderem spezielle Sicherheitsmerkmale für autorisierte Anbieter im Internet an. Gleichzeitig rüsten die pharmazeutischen Unternehmen die Verpackungslinien auf, um maximalen Schutz ihrer Originalprodukte zu gewährleisten. Die Investitionen in Form von Serialisierungs- und Codierungsmaßnahmen werden möglich machen, dass jede einzelne Arzneimittelverpackung in der Vertriebskette in Zukunft identifiziert werden kann. Dadurch soll verhindert werden, dass gefälschte Arzneimittel in die legale Vertriebskette gelangen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden und den anderen Partnern in der Vertriebskette soll die Entwicklungen für alle Seiten gut umsetzbar machen. EU-weit wird dafür ein Datenspeicher- und -abrufsystem eingerichtet. Zusätzlich werden alle Packungen mit einem Originalitätsverschluss versehen, an dem ersichtlich ist, ob eine Verpackung bereits geöffnet wurde.

Quelle: Presseinformation Pharmig

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