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Allgemeinmedizin 21. August 2014

Medikation managen mit System

In Deutschland haben die Apotheker zur besseren Patientenversorgung im Sinne eines systematischen Medikationsmanagements nun detaillierte Leistungsbeschreibungen für die Begriffe ‚Medikationsanalyse‘ und ‚Medikationsmanagement‘ erarbeitet.

„Konsequentes Medikationsmanagement“, so Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, „braucht die Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker, schließlich liegt die Therapiehoheit beim Arzt. Wir wollen diese Zusammenarbeit, und punktuell existiert sie auch heute schon. Was aber für eine bessere Patientenversorgung fehlt, ist eine systematische, flächendeckende und durch die pharmazeutischen und ärztlichen Berufsverbände verbindlich vereinbarte Kooperation auf der Basis klarer Regeln.“ Dass die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern funktionieren könne, zeigten Modellprojekte wie das ABDA-KBV-Modell bzw. die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN).

Strukturiert und kontinuierlich

So ist unter ‚Medikationsanalyse‘ eine strukturierte Analyse der aktuellen Gesamtmedikation eines Patienten zu verstehen, die die Effektivität der Arzneimitteltherapie erhöhen und die Arzneimittelrisiken minimieren soll. ‚Medikationsmanagement‘ umfasst demnach die daran anschließende kontinuierliche Betreuung durch ein interdisziplinäres Team. Ziel ist jedenfalls eine fortlaufende und dauerhafte Verbesserung der Arzneimitteltherapie sowie eine Reduzierung von Arzneimittelrisiken. Gleichzeitig soll ein deutliches Zeichen gegen die Trivialisierung und inflationäre Verwendung der Begriffe gesetzt werden.

Quelle: ABDA

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