zur Navigation zum Inhalt
© Jörg Beuge / Fotolia.com
Es darf auch ein deftiges britisches Frühstück sein.
 
Allgemeinmedizin 3. Juni 2014

Komplikationsrate halbiert

Regelmäßiges Frühstücken senkt das kardiovaskuläre Risiko

Erstmals wurde eine „Dosis-Wirkung-Beziehung“ für das Frühstücken durch eine Studie belegt. Die CARDIA-Studie zeigte: Wer täglich frühstückt, entwickelt seltener metabolische Komplikationen als Personen, die morgens nichts essen.

18 Jahre lang wurde in der Coronary Artery Risk Development in Young Adults (CARDIA)-Studie die Ernährung durch umfangreiche Befragungen erhoben. Die 3598 Studienteilnehmer waren im Mittel 32 Jahre alt und wiesen einen Body-Mass-Index (BMI) von 26 kg/m2 auf.

Die Auswertung ergab, dass 43 Prozent der Beteiligten nicht oder bis zu dreimal in der Woche frühstückten, 22 Prozent vier- bis sechsmal und 35 Prozent siebenmal. Personen mit täglichem Frühstück nahmen in 18 Jahren 1,9 kg weniger zu als solche mit 0-3 Frühmahlzeiten pro Woche, obwohl sie nicht weniger Kalorien zu sich nahmen oder sich mehr bewegten. Metabolische Komplikationen wie abdominale Adipositas, Typ-2-Diabetes, Hypertonie und das metabolische Syndrom entwickelten sich bei Personen, die täglich frühstückten, nur halb so oft wie bei solchen mit selten eingenommenem Frühstück. Die Qualität des Frühstücks hatte keinen Einfluss auf die metabolischen Parameter. Ebenso waren die Häufigkeit von Mittagessen und Abendessen ohne Bedeutung.

Metabolische Komplikationen in Abhängigkeit vom Frühstücken

In der Health Professionals Follow-up Study (HPFS) beobachtete man 29.902 amerikanische Männer im Alter von 45 bis 82 Jahren. Die Ernährung wurde mit einem Fragebogen erfasst. Männer, die auf das Frühstück verzichteten, hatten ein um 27 Prozent erhöhtes Risiko, innerhalb von 16 Jahren an einer koronaren Herzkrankheit zu erkranken. Eine frühere Auswertung von HPFS ergab ebenfalls, dass der Verzicht auf das Frühstück kardiovaskuläre Risikofaktoren begünstigt und das Gewicht erhöht.

Quelle: Cardiovasc 2013/6/ springermedizin.de
, Apotheker Plus 5/2014

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben