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Allgemeinmedizin 30. Juni 2005

Phytotherapie bei Schmerz: Brennessel und Teufelskralle

Phytotherapeutika haben eine lange Tradition zur Linderung rheumatischer Beschwerden. Ein Beispiel ist die Brennessel. Die positiven Effekte der Heilpflanze beruhen, wie man heute weiß, auf einer zytokinhemmenden Wirkung. Brennesselextrakt hemmt die Synthese von Interleukin-1 beta und Tumornekrosefaktor alpha. Diese proinflammatorischen Zytokine werden bei Patienten mit Arthrose oder rheumatoider Arthritis im Übermaß in die Synovialflüssigkeit sezerniert, wie Dr. Friedrich Wolf vom Unternehmen Strathmann in Hamburg sagt. Sie seien für die klinische Symptomatik und Progredienz der Erkrankungen von entscheidender Bedeutung, da sie die Gelenkentzündung unterhielten und dem Abbau von Knochen und Knorpel Vorschub leisteten.

Professor Dr. Jörg Schulz von der Geriatrischen Klinik Berlin-Buch sieht den Einsatz von Brennesselextrakt vor allem in der Frühphase der Arthrose, wenn Patienten über Wetterfühligkeit, Anlauf- und Belastungsschmerz klagen. Möglicherweise könne hiermit das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden, so Schulz.

Ein weiteres Phytopharmakon zur unterstützenden Therapie von Patienten mit Gelenkschmerzen ist ein Extrakt aus der Teufelskrallen-Wurzel. Das Mittel stammt aus den Savannen Südwestafrikas. In Studien konnte gezeigt werden, dass ein Tee aus dem traditionellen Mittel Schmerz lindert und Entzündungen hemmt.

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