zur Navigation zum Inhalt
 
Allgemeinmedizin 31. Jänner 2014

Brüsseler Initiative gegen Bisphenol A

Gesundheitskosten könnten durch Verbot stark reduziert werden.

Zu gefährlich und stark gesundheitsschädlich: Bisphenol A (BPA) hat in Lebensmittelverpackungen nichts verloren, warnt eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen in Brüssel. Sie fordert ein Verbot für BPA.

Die Chemikalie Bisphenol A (BPA) sollte wegen ihrer Gesundheitsschädlichkeit nicht mehr in Lebensmittelverpackungen verwendet werden. Das fordert die Health and Environment Alliance (HEAL) in Brüssel, Belgien. HEAL ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen, der sich auf EU-Ebene mit den Gesundheitsauswirkungen von Umweltverschmutzung befasst. Bei der Forderung nach einem Verbot von BPA stützt sich HEAL auf eine US-amerikanische Studie, deren Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Health Affairs veröffentlicht wurden.

Die Autoren, die sich auf Daten aus dem Jahr 2008 beziehen, kommen zu dem Schluss, dass durch ein Verbot des Stoffs im Lebensmittelbereich in den USA die Gesundheitskosten um jährlich 1,74 Milliarden Dollar gesenkt werden könnten. Durch die Maßnahme könnten nach ihren Untersuchungen pro Jahr 6.236 Fälle von kindlicher Adipositas und 22.350 neue Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermieden werden.

Erst vor Kurzem hatte sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBL oder engl. European Food Safety Authority, EFSA) dafür ausgesprochen, die BPAGrenzwerte deutlich zu senken. Das greift nach Ansicht von HEAL aber zu kurz.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben